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Trebbin Abgespeckte Pläne für neue Feuerwache
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Abgespeckte Pläne für neue Feuerwache
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17:34 21.02.2019
Die jetzige Standort der Feuerwehr am Haltinger Platz hat gravierende Sicherheitsmängel. Quelle: Margrit Hahn
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Trebbin

Nachdem der ursprüngliche Entwurf für die neue Trebbiner Feuerwache aus Kostengründen abgespeckt wurde, steht jetzt die Planung. Sie wurde im Trebbiner Bauausschuss noch einmal intensiv beraten. Für mehr als vier Millionen Euro soll bis zum Jahr 2020 an der L 70 in der Nähe des Wohngebietes „Am Mühlengraben“ ein neues, modernes Feuerwehrgerätehauses gebaut werden. Das derzeitige Gerätelager am Haltinger Platz entspricht wegen gravierender Sicherheitsmängel längst nicht mehr modernen Anforderungen.

Auf einem 5000 Quadratmeter großen Gesamt-Areal soll ein kompakter Baukörper entstehen. Im vorderen Bereich werden sechs Fahrzeughallen untergebracht, im hinteren Bereich ein zweistöckiges Personalgebäude. Umkleidemöglichkeiten, Sanitäranlagen und Spinde sind für 60 Einsatzkräfte berechnet. Außerdem wird es ein großes Zentrallager und mehrere kleine Lager, eine Werkstatt sowie Beratungs- und Schulungsräume geben.

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Die Planung zur neuen Trebbiner Feuerwache. Quelle: privat

Im Obergeschoss sind weiterhin ein Büro für den Stadtwehrführer, ein Einsatzleiterraum und ein Funkraum vorgesehen. „Wichtig ist auf dem Gelände die Kreuzungsfreiheit“, sagte Stadtwehrführer Silvio Kahle. Deshalb werden die Fahrzeuge im Einbahnstraßen-System aus- und einfahren. Um die Niveauunterschiede auf dem abschüssigen Gelände auszugleichen, erfolgt die Einfahrt über eine Rampe.

Der vordere Gebäudeteil wird einen „überhängenden“ Dachkasten haben, der einerseits eine optische Raffinesse darstellt und andererseits ein Witterungs- und Verschmutzungsschutz für die Hallentore ist. Die verglasten Tore öffnen und schließen sich zur Seite.

Pflaster statt Asphalt

„Die Fassade wird nicht geklinkert, sondern aus Sichtbeton hergestellt“, sagte Silvio Kahle, und auch die ursprünglich geplante Klimaanlage im Schulungsraum fällt dem Rotstift zum Opfer. Außenanlagen und Fahrzeughallen werden aus Kostengründen nicht asphaltiert, sondern gepflastert.

Paul Schuchardt (UFW) wunderte sich über die im Erdgeschoss geplante barrierefreie Toilette. „Welcher gehbehinderte Feuerwehrmann könnte im Ernstfall zum Einsatz kommen?“, fragte er. „Es ist ein öffentliches Gebäude, das auch von Besuchern genutzt wird“, sagte Silvio Kahle. Außerdem sollten auch den Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung ein uneingeschränkter Zugang ermöglicht werden.

Aufzug aus Kostengründen gestrichen

Der geplante Aufzug wurde aus Kostengründen gestrichen. Das empfindet Michael Baumecker (Neue Liste) als „das falsche Signal. Man sollte konsequent sein und die Barrierefreiheit bis ins Obergeschoss gewährleisten“, sagte er. Außerdem bedauert er, dass die Wärmeversorgung über eine klassische Gasheizung erfolgen soll. Einen Aufzug neu einzuplanen, würde laut Silvio Kahle dringend gebrauchte Fläche in Anspruch nehmen.

„Außerdem müssten wir das Finanzkonzept völlig neu aufmachen und das ist knirsch gerechnet“, gab Ausschussvorsitzender Ralf Marschall zu bedenken.

Knut Vetter (Bündnisgrüne) lobte: „Ich bin positiv überrascht von diesem schlüssigen Konzept und alle meine Fragen wurden heute beantwortet.“

Von Elinor Wenke

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