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Trebbin Lädierte Straße wird instandgesetzt
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Lädierte Straße wird instandgesetzt
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10:00 29.06.2019
Die Granitplatten sind stark lädiert. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Die Berliner Straße/Anschluss Puschkinstraße in Trebbin ist derzeit so stark beschädigt, dass die Verkehrssicherheit kaum noch gewährleistet ist. Das soll sich nun ändern.

80.000 Euro Investition

In ihrer ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode beschlossen die Trebbiner Stadtverordneten, das Areal mit Großsteinpflaster instandzusetzen. Die Stadt will dafür 80.000 Euro investieren. Die Entscheidung der Stadtverordneten fiel mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen.

Die Straße besteht zum Teil aus Großsteinpflaster, zum Teil aus gelben Granitplatten und zu einem kleinen Teil aus Asphalt. Die Platten sind zerfahren, lädiert und teils gar nicht mehr vorhanden. In dem betroffenen Bereich befinden sich auch der Markt und etliche Geschäfte.

Lange ein Ärgernis

„Dieser Straßenbereich ist schon lange ein Ärgernis“, räumte Bürgermeister Thomas Berger (CDU) in der Stadtverordnetensitzung ein. „Die Platten sind arg in Mitleidenschaft gezogen und wurden immer wieder nur nachgebessert.“ Eine Instandsetzung sei nun dringend notwendig.

Doch das Areal liegt im Geltungsbereich der Denkmalschutzsatzung der Stadt Trebbin. „Wir haben lange mit den Denkmalschützern über den geeigneten Belag diskutiert“, berichtete Berger weiter.

Achtung Denkmalschutz

Geschützt sind unter anderem der historische Stadtgrundriss mit den erkennbaren und jahrelang bewahrten Parzellenstrukturen, den Straßen und Plätzen einschließlich der Pflasterung und Begrünung. Das Erscheinungsbild wird unter anderem geprägt durch die historische Pflasterung der Straße, Höfe und Zuwegungen. Das heißt: Die Straßensanierung kann nicht an den Denkmalschutz-Belangen vorbeigehen.

Nie wieder diese Platten

„Die Platten wollten wir nicht wieder haben, sonst hätten wir in ein paar Jahren das gleiche Problem“, erklärte Thomas Berger. Blieben die Asphalt- oder Großpflaster-Variante. Eine Anfrage der Stadt an die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises ergab, dass laut Brandenburgischem Denkmalschutzgesetz eine Asphaltierung der Straße beziehungsweise eines Teils der Straße nicht in Aussicht gestellt werden kann. Auch die Ausführung mit Granitplatten entspreche nicht den denkmalpflegerischen Grundsätzen, hieß es. „Also haben wir uns für das Großsteinpflaster entschieden“, so Bürgermeister Berger.

Die Straße ist vermutlich deshalb so stark beschädigt, weil der Untergrund seinerzeit wahrscheinlich nicht nach bautechnischen Vorgaben und Erfordernissen für die entsprechende Nutzung geschaffen worden war.

Durch Großsteinpflaster ersetzt

Die lädierten Granitplatten dürfen nun entfernt und durch Großsteinpflaster ersetzt werden. Dieses entspricht optisch und historisch dem bereits vorhandenen Pflaster in der Straße. Das Landesamt für Bauen und Verkehr habe in einem Schreiben vom Sommer 2018 bestätigt, dass es aus „zuwendungsrechtlicher Sicht“ keine Bedenken gegen die Instandsetzung mit Großsteinpflaster gebe, so Berger.

„Ich glaube, so ein Großsteinpflaster tut der Altstadt ganz gut. Es ist ja bereits am Anfang der Straße vorhanden und fügt sich gut ein“, sagte der Bürgermeister. Er ist erleichtert, dass die Straße endlich saniert wird.

Baubeginn Anfang Herbst

Die Ausschreibungen sind von der Stadt inzwischen getätigt. „Wenn wir die entsprechenden Angebote haben, wollen wir auch bald loslegen“, stellte Berger gegenüber der MAZ in Aussicht. Er peilt Anfang Herbst als Baubeginn an.

Von Elinor Wenke

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