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Trebbin Hänchenweg künftig für Autos gesperrt
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Hänchenweg künftig für Autos gesperrt
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15:22 10.09.2019
Der Hänchenweg in Trebbin – die Stadt will den Ausbau, die Anwohner sind dagegen. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Der Hänchenweg im Trebbiner Ortsteil Löwendorf erhitzt die Gemüter. Ginge es nach Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU), so würde er neben dem beschlossenen Ausbau der Straße „An den Sümpfen“ auch den benachbarten unbefestigten Hänchenweg sanieren lassen. Doch die Anwohner sind mehrheitlich dagegen. Jetzt soll der Weg aber wenigstens als Fahrradstraße ausgebaut werden. Darauf einigte sich der Trebbiner Bauausschuss.

Außerdem stimmte der Bauausschuss für die Teileinziehung der Straße. Das heißt, dass ein Teil des Bereiches künftig für den öffentlichen Fahrzeugverkehr gesperrt wird und nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Dazu sollen zum Beispiel Poller aufgestellt werden. Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass das Sickerpflaster auf der neu ausgebauten Straße „An den Sümpfen“ verschmutzt wird.

Die Straße „An den Sümpfen“ wird ausgebaut. Quelle: Elinor Wenke

Thomas Berger plädierte im Bauausschuss noch einmal vehement für einen Ausbau des Hänchenweges. „Es ist rechtlich, technisch und finanziell sinnvoll“, argumentierte er, „so billig wie jetzt für 24.000 Euro werden wir es nie wieder kriegen. Doch die Bauunternehmen warten nicht.“ Außerdem müsse man davon ausgehen, dass Grundstückseigentümer wechseln und dann möglicherweise andere Meinungen als bisher zum Ausbau vorherrschen.

Ortsbeirat für den Ausbau

Ortsvorsteher Arno Liersch erinnerte an den Standpunkt des Ortsbeirates: „Auch wir sind für den Ausbau. Wir wollen ein einheitliches Bild in Löwendorf und nach und nach alle Straßen in Ordnung bringen“, sagte er. Man habe ein Konzept gehabt, das zerredet wurde. „Der Ortsbeirat wurde zwar gehört, aber ignoriert“, sagte Arno Liersch.

Anwohner sind dagegen

Doch Anwohnerin Bettina Hanauer machte noch einmal den Standpunkt der meisten Anlieger deutlich: „Wir brauchen und wollen keinen Ausbau, sondern eine Sackgasse zur Nutzung für Radfahrer und Fußgänger“, sagte sie in der Einwohnerfragestunde, „auch die Stadt kann dadurch Kosten sparen.“

Ausschussmitglied Peter Mann (SPD) gab ihr Rückendeckung. „Ich kann keinen Erschließungsvorteil für die Anlieger erkennen“, sagte er. Man dürfe den Bürgerwillen nicht ignorieren. „Es handelt sich um eine nachrrangige Straße, andere Straßen sind wichtiger. Außerdem hatten die Stadtverordneten mehrheitlich gegen einen Ausbau gestimmt“, so Mann.

Kompromiss

Im vergangenen Jahr waren die Stadtverordneten wegen der Anwohnerproteste kurz vor dem Beschluss umgeschwenkt und hatten sich zwar für die Sanierung „An den Sümpfen“, aber gegen den Hänchenweg entschieden.

Sandra Gesche (Bündnis 90/Grüne) verteidigte das Ansinnen der Anwohner. „Ich war bei einem Vor-Ort-Termin dabei. Es ist richtig, was die Anlieger wollen“, sagte sie und plädierte für das Aufstellen von Pollern.

Bürgermeister Thomas Berger versuchte die Wogen zu glätten. „Auch wenn die Straße teileingezogen wird, haben wir trotzdem noch eine Verantwortung“, sagte er und sprach sich dafür aus, den Weg zumindest als Fahrradstraße herzurichten. Dem stimmte der Bauausschuss zu. Die Stadtverordneten werden am 18. September in öffentlicher Sitzung abschließend darüber entscheiden.

Von Elinor Wenke

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