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Trebbin Mehr Behinderten-Parkplätze als E-Tankstellen
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Mehr Behinderten-Parkplätze als E-Tankstellen
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15:07 23.12.2019
Zwei Behinderten-Parkplätze gibt es direkt hinter dem Rathaus.
Trebbin

Trebbin ist – auch im Vergleich zu anderen Kommunen der Region – eine klimafreundliche Stadt. Bürgermeister Thomas Berger (CDU) ist ein Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Öffentliche Elektro-Tankstellen wurden errichtet (in Luckenwalde gibt es beispielsweise noch keine) und ein Teil der städtischen Fahrzeugflotte fährt mit Strom aus der Steckdose.

Doch die Freude über das umweltfreundliche Engagement teilt nicht jeder. So kursierte in sozialen Netzwerken und öffentlichen Diskussionen die Behauptung, dass die Stadt Trebbin bevorzugt Parkplätze für Elektro-Autos zur Verfügung stellt, die Bedürfnisse der Behinderten aber vernachlässigt.

Zwei Behinderten-Parkplätze stehen direkt hinter dem Rathaus zur Verfügung. Quelle: Elinor Wenke

Thomas Berger ist darüber sehr verärgert. „Es ist mittlerweile zu einer schlimmen Gewohnheit geworden, zum Beispiel auf Facebook Behauptungen aufzustellen, die zwar kaum eine Wahrheit beinhalten, sich aber trotzdem in den Köpfen der Bevölkerung festsetzen“, sagte er. So würden Parkplätze gegeneinander aufgerechnet, indem behauptet wird, dass die Stadt den Fahrern von E-Autos unverhältnismäßig viel Raum lasse und die Stellflächen für Menschen mit Behinderungen darunter leiden müssten.

„Das ist nachweislich falsch“, entgegnet Berger und hat sich die Mühe gemacht, das mit Fakten aus seiner Verwaltung und aus dem Straßenverkehrsamt des Landkreises zu belegen.

23 Stellflächen für Behinderte

In der Stadt Trebbin und den Ortsteilen existieren demnach für 77 berechtigte Bürger insgesamt 23 Behinderten-Stellflächen, die nur von dem berechtigten Teilnehmerkreis genutzt werden dürfen. „Das bedeutet, dass rein statistisch auf 3,35 Berechtigte ein Behinderten-Stellplatz kommt“, rechnet Berger vor.

In Trebbin sind laut Straßenverkehrsamt mittlerweile 19 rein elektrische und 49 elektrohybride Fahrzeuge zugelassen. Dafür stehen sieben speziell ausgewiesene Stellflächen zur Verfügung. Rechnerisch teilen sich somit 9,71 Elektromobilisten einen Parkplatz.

Auch am Kirchplatz sind Behinderten-Parkplätze ausgewiesen. Quelle: Elinor Wenke

„Schlussfolgernd stehen also den berechtigten Bürgern mit Behinderung dreimal so viele Stellplätze zur Verfügung wie den Elektroauto-Besitzern in der Stadt“, bilanziert Berger. Die Stadtverwaltung habe zudem geprüft, ob Sonderparkplätze mehreren Berechtigten gleichzeitig zur Verfügung gestellt werden können. Leider lasse aber die Straßenverkehrsordnung eine Doppelnutzung für Elektro-Autos und Behinderte nicht zu.

„Trotz dieser Fakten behaupten einige immer noch das Gegenteil. Ich finde es einfach schamlos, verschiedene Bevölkerungsteile gegeneinander aufzurechnen“, sagt Berger, „man sollte doch verbindend denken statt teilend.“

Berger: „Gewappnet für die Zukunft“

Gleichzeitig verteidigt er seine Pro-Elektromobilität-Politik. „Ab 2020 steigen bundesweit die Anforderungen an klimafreundliche Energiequellen und die Vermeidung von Umweltverschmutzung weiter“, sagt Berger, „unsere Stadt ist inzwischen darauf vorbereitet und wird die Elektro-Infrastruktur weiter verbessern.“

Von Elinor Wenke

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