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Trebbin „Frischer Wind“ in der Stadtverordnetenversammlung
Lokales Teltow-Fläming Trebbin „Frischer Wind“ in der Stadtverordnetenversammlung
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01:17 30.05.2019
Das Rathaus samt Stadtverwaltung in Trebbin. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Klarer Sieger der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung Trebbin ist die CDU. Sie setzte sich mit 23,3 Prozent der Stimmen an die Spitze, obwohl sie im Vergleich zu 2014 sechs Prozentpunkte verloren hat. Zu verdanken hat die CDU ihren Spitzenplatz vor allem ihrem Spitzenkandidaten, Bürgermeister Thomas Berger (CDU). Er holte 1340 Stimmen – und damit die meisten. Dass seine Partei mit vier Sitzen die stärkste Fraktion stellen wird, ist für ihn zwar positiv, „aber problematisch ist, dass künftig neun Gruppierungen im Stadtparlament sitzen“, so Berger. „Zu Entscheidungen zu kommen, wird also äußerst kompliziert.“

Berger bleibt Bürgermeister

Im Vorfeld der Wahl sei von einigen Bewerbern „viel Porzellan zerschlagen“ worden. „Ich bin gespannt, wie man diesen Scherbenhaufen wieder zusammensetzen will“, so Berger. Insgesamt sieht er aber die Kräfte, die bisher für Trebbin Verantwortung getragen haben, „in einer guten Mehrheit“.

Sein Stadtverordnetenmandat wird Berger erwartungsgemäß nicht annehmen. „Die neue Konstellation in der Stadt ist eine große Herausforderung – und der kann ich am besten als Bürgermeister gerecht werden“, argumentiert er.

„Frischer Wind“ als zweitstärkste Kraft

Stadtbrandmeister Silvio Kahle (parteilos) und weitere zwei Mitstreiter werden mit dem Mandat der Wählergruppe „Frischer Wind“ in die Stadtverordnetenversammlung einziehen. „Wir sind zweitstärkste Kraft geworden und damit hochzufrieden“, resümiert Kahle. Die neue kleinteilige Zusammensetzung hält er für interessant und schwierig zugleich. „Es gibt drei einzelne Vertreter von drei Listen“, sagt Kahle, „wenn sie zu keiner Fraktion gehören, können sie nicht in den Ausschüssen mitwirken.“

AfD in Fraktionsstärke

Dieses Problem hat die AfD nicht. „Unser Ziel war es, Fraktionsstärke zu erreichen und das haben wir mit unseren zwei Mandaten geschafft“, sagt Dietmar Ertel (AfD), der mit 964 Stimmen nach Berger das zweitbeste Ergebnis eingefahren hat und bereits Stadtverordneter war. „Als Alleinkämpfer war ich nicht in Ausschüssen aktiv und trotzdem haben die Wähler meinen Einsatz für den Bürger belohnt“, sagt er. Ertel findet es „spannend“, dass „die CDU einen Dämpfer bekommen hat“. Die „Zerfaserung“ des Gremiums sieht er auch als Chance, „dass sich spontan neue Koalitionen für oder gegen etwas“ bilden können. „Letztlich kann jeder bei einer Entscheidung – zum Beispiel zum Thema Kita – nur mit Ja oder Nein“ stimmen“, sagt Ertel.

Von Elinor Wenke

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