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Trebbin Tempo 30 in den Dörfern aufgeschoben
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Tempo 30 in den Dörfern aufgeschoben
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11:56 28.08.2019
Nach dem Willen der Anwohner soll die „Alte Dorfstraße“ in Stangenhagen zur Tempo-30-Zone werden. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Geht es nach dem Willen der Bündnisgrünen, Ortsgruppe Trebbin, und der Stangenhagener Einwohner, so sollen in dem 180-Einwohner-Dorf die „Neue Bergstraße“, die „Alte Dorfstraße“ und der „Mühlenweg“ so schnell wie möglich zu Tempo-30-Zonen erklärt werden. „Immer wieder fahren Autos unangemessen schnell durch unsere kleinen Nebenstraßen, verursachen Lärm und gefährden die Fußgänger“, hatte Knut Vetter, Kreischef der Bündnisgrünen und Mitglied im Ortsbeirat Stangenhagen, im Sommer beklagt und eine Anwohnerbefragung gestartet. 40 Einwohner sprachen sich für das Tempolimit aus. Doch sie müssen sich noch gedulden.

Die „Neue Bergstraße“ in Stangenhagen soll nach dem Votum der Anlieger Tempo-30-Zone werden. Quelle: Elinor Wenke

Ebenso hatte der Ortsbeirat Christinendorf beantragt, Tempo 30 in der Straße „Im Strumpf“ festzuschreiben. Die Anträge wurden als Beschlussvorlagen am Montagabend im Bau- und Ordnungsausschuss der Stadtverordneten beraten.

Bürgermeister will Gesamtkonzept

Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) hatte das Stangenhagener Vorhaben gegenüber der MAZ zunächst begrüßt, legte im Bauausschuss aber doch sein Veto ein. „Jeder weiß, dass ich ein Freund von Tempo-30-Zonen bin“, sagte er, „aber ich empfehle, für die Trebbiner Ortsteile ein Gesamtkonzept zu entwickeln, damit nicht jedes Dorf einzeln mit seinem Anliegen kommt.“

Messungen vor Ort

Berger legte dem Ausschuss ans Herz, die Vorlage noch nicht zu beschließen. Ein Gesamtkonzept böte die Chance zur rechtlichen und finanziellen Abklärung und Sicherheit. Zudem hatten Messungen der Stadt vor Ort ergeben, dass von 80 Fahrzeugen nur acht schneller als 30 km/h fuhren und die Höchstgeschwindigkeit bei Tempo 41 lag.

Knut Vetter begrüßte die Idee eines Gesamtkonzeptes, gab aber zu bedenken: „Die Initiative ist von den Stangenhagenern selbst gekommen.“ Ein Zentralkonzept suggeriere, dass von oben entschieden werde, was für die Bürger gut sei. „Wir sollten nicht die Politikverdrossenheit fördern nach dem Motto: Die Politiker sind schlauer als die Bürger“, sagte Vetter.

Aufschub mit Zeitlimit

Ausschussvorsitzender Silvio Kahle (Frischer Wind) forderte einheitliche Kriterien zur Bewertung jedes Ortsteiles. Paul Schuchardt (UFW) gab zu bedenken: „Ein Aufschub macht nur Sinn, wenn das Gesamtkonzept nicht zu lange dauert.“

Die Verwaltung sagte schließlich zu, ein Konzept für Tempo-30-Zonen in den Ortsteilen bis zur nächsten Bauausschusssitzung im Herbst zu erarbeiten. Dazu sollen die Ortsbeiräte unmittelbar einbezogen werden. Die Ausschussmitglieder stimmten dem zu. eli

Von Elinor Wenke

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