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Trebbin Bund fördert Trebbiner Forschungsprojekt
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18:51 29.12.2019
Bei der Scheck-Übergabe: Klaus-Jürgen Schwahn, Ina Schulze, Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU), Minister Andreas Scheuer (CSU, v.l.). Quelle: Dirk Michael Deckbar
Luckenwalde

Über ein finanzstarkes Weihnachtsgeschenk für seine Stadt kann sich Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) freuen. Aus den Händen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erhielt Vize-Bürgermeisterin Ina Schulze kurz vor dem Jahreswechsel einen Zuwendungsbescheid über 95.000 Euro für ein Forschungsprojekt zur 5G-Mobilfunktechnik.

Förderung für 67 Kommunen

Insgesamt 67 Kommunen haben für derartige Projekte Fördergeld des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erhalten. Von 138 eingereichten Projektideen konnte Trebbin mit dem Innovationsvorschlag „Aladin – Advanced Altitude Data Information System“ überzeugen. „Nun gilt es, eine Machbarkeitsstudie für schwierige Brandeinsätze zu erarbeiten“, erklärt Berger. Mit Hilfe von Drohnen und der 5G-Mobilfunktechnik soll ein Waldbranderkennungssystem entwickelt werden. Für die Brandbekämpfung selbst soll ein Lösch-Roboter zum Einsatz kommen.

Als Projektpartner fungieren die Flugplatzgesellschaft Schönhagen als Tester von Drohnen, die Feuerwehr Trebbin, die Technische Hochschule Wildau, das Fraunhofer-Institut, die WFBB-Wirtschaftsförderung Brandenburg sowie zwei Privatunternehmen aus Lohne (Niedersachsen) und Welzow (Brandenburg).

Die Flugplatzgesellschaft Schönhagen gehört zu den Projektpartnern. Quelle: Margrit Hahn

Die Forschungsergebnisse sollen künftig vor allem einer effektiven Waldbrandbekämpfung dienen. „Über Waldgebieten gibt es oftmals kein Mobilfunknetz“, sagt Berger. Außerdem gebe es unübersichtliche Gefahrengebiete, die beispielsweise munitionsbelastet sind.

„Spezielle Drohnen sollen dann über den Gebieten ein mobiles 5G-Netz aufbauen und Daten an die Feuerwehr liefern“, so Berger. Die Feuerwehr könne dann Daten aus dem Brandgebiet empfangen, ohne selbst vor Ort zu sein. „Eigens entwickelte Lösch-Roboter könnten den Brand bekämpfen, ohne dass ein Mensch in die Feuergebiete muss“, formuliert Berger seine Zukunftsvision. Erste Prototypen sogenannter Lösch-Roboter seien bereits entwickelt.

Langer Weg

Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. „Das ist die erste Stufe. In den nächsten fünf Monaten müssen wir die Machbarkeitsstudie erarbeiten. Wenn wir den Fördermittelgeber dann erneut überzeugen können, besteht sogar die Möglichkeit, das gesamte Projekt gefördert zu bekommen“, sagt Berger.

Personelles Know-how

Laut Berger muss die finanziell klamme Stadt Trebbin dafür zunächst keinen Euro berappen. „Unseren Eigenanteil erbringen wir in Form von Personaleinsatz“, sagt Berger. Das heißt, er, Stadtwehrführer Silvio Kahle und Flugplatz-Geschäftsführer Klaus-Jürgen Schwahn werden ihr Know-how einbringen.

Obwohl das Aladin-Projekt erst am Anfang steht, ist Bürgermeister Thomas Berger optimistisch und fast euphorisch: „Bei erfolgreichem Abschluss könnte nicht nur Trebbin bei der Brandbekämpfung davon profitieren“, sagt er. „Die Erkenntnisse sind dann auch kreisweit und landesweit von enormer Bedeutung.“

Von Elinor Wenke

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