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Teltow-Fläming Trübes Wetter in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming
Lokales Teltow-Fläming

Trübes Wetter in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming

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12:19 04.11.2021
Nebel hat sich bei Regen in einem herbstlich verfärbten Wald gebildet. Das Wetter hat sich auf den November eingestellt.
Nebel hat sich bei Regen in einem herbstlich verfärbten Wald gebildet. Das Wetter hat sich auf den November eingestellt. Quelle: Arne Dedert
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Dahme-Spreewald/Teltow-Fläming

Nun sind wir schon im November angekommen und das Wetter hat sich der Jahreszeit angepasst. Pünktlich mit dem Monatswechsel hat sich die Sonne verabschiedet. An den ersten vier Tagen dieses Monats schien sie lediglich für drei bis fünf Stunden. Das ist schon sehr dürftig. Dazu gab es dann am Montag und Dienstag noch etwas Regen. Während es in Luckenwalde nur für 1 mm/m² reichte, waren es in Baruth immerhin fünf Millimeter. Donnerstag kam dann noch einiges an Niederschlag dazu.

Zuvor hatte sich der Oktober noch einmal von seiner besten Seite gezeigt. Das vergangene Wochenende war nicht nur sehr sonnig, es brachte auch noch einmal sehr milde Temperaturen. In Baruth und in Luckenwalde wurden mehr als 18 Grad gemessen, in Bestensee blieb die Höchsttemperatur nur knapp darunter. Dort und in Baruth wurden am Freitagmorgen mit 0,7 Grad auch die kältesten Werte der Woche gemessen.

Zu wenig Niederschlag im Oktober

Das warme letzte Oktoberwochenende ließ das Monatsmittel noch etwas ansteigen. Am Ende war der Oktober 2021 um 0,6 Grad wärmer, als das langjährige Mittel. Beim Niederschlag wurde dagegen das Mittel weit

Karl-Heinz Krebs. Quelle: privat

verfehlt. Am Ende reichte es lediglich zu 60 Prozent des Mittels, was die Trockenheit weiter verschärfte. Lange Zeit sah es so aus, als ob der Oktober auch beim Sonnenschein sein Ziel verfehlen würde. Dank eines fulminanten Endspurts schaffte er es aber noch auf satte 120  Prozent des langjährigen Mittels. Kurz zusammengefasst: Es war ein milder, trockener und sonniger Monat. So wie man sich den Spätherbst vorstellt. Der Oktober wurde seinem Ruf also gerecht und auch der November scheint das vorzuhaben. Das würde dann graues und regnerisches Wetter bedeuten. Damit hat er ja gleich am ersten Tag seiner Regentschaft angefangen und er setzt das auch in den nächsten Tagen fort.

Prognosen für Freitag, Samstag und Sonntag

So ist es am Freitag meist stark bewölkt und am Vormittag kann es noch etwas regnen. Bei schwachem bis mäßigem Südwestwind erwarten uns Höchsttemperaturen von 7 bis 10 Grad. In der Nacht ist es wechselnd, meist aber stark bewölkt und es kann etwas regnen. Am Morgen liegen die Temperaturen bei 6 bis 7 Grad. Der Sonnabend bringt uns ebenfalls viele Wolken, aber kaum noch Regen. Der Wind weht erneut mäßig aus Südwesten. Die Tagestemperaturen erreichen 9 bis 10 Grad. In der Nacht bleibt es bei vielen Wolken und es kann etwas regnen. Morgens werden dann 6 bis 7  Grad erwartet. Der Sonntag ändert dann auch nichts mehr am Wetter. Es ist meist bedeckt und es kommt zu Schauern. Der Südwestwind weht mäßig bis frisch und zunehmend böig. Mit 9 bis 11 Grad wird es etwas milder, was aber aufgrund des Windes kaum zu spüren sein wird. In der Nacht bleibt es bei etwas Regen. Der Wind schwächst aber ab und dreht auf Nordwest. Mit 6 bis 8 Grad ändern sich die Temperaturen im Vergleich zu den Nächten zuvor kaum. Die nächste Woche scheint dann etwas Sonne und kaum Regen zu bringen.

Ein Wassertropfen löst sich bei leichtem Wind und Regenwetter von einem Zierapfel. Die kleinen Früchte des ursprünglich aus Asien stammenden Baumes sind zwar essbar, aber nicht besonders schmackhaft. Quelle: Frank Rumpenhorst

Die Temperaturentwicklung ist uneinheitlich. Mit Stand von Mittwochmorgen reichte die Spanne der Höchstwerte für den nächsten Sonnabend von 0 bis 13 Grad. Da ist also noch viel Spielraum, wobei sowohl die 0 als auch die 13 Grad Ausreißer zu sein scheinen. Ein Wintereinbruch ist aber, ebenfalls mit Stand von gestern Morgen, bis zur Monatsmitte nicht in Sicht.

Bauernregeln für den November

Weiter oben haben wir festgestellt, dass der Oktober zu warm ausgefallen ist. Dafür gibt es auch eine passende Bauernregel: „Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.“ Die Bauernregeln stellen sich also auch auf einen kalten Winter ein. Dann gibt es aber eine Reihe von Bauernregeln, die es zumindest in nächster Zeit nicht so mit dem Winter haben. „Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt’s den ganzen November weiß“, hieß es für den Mittwoch, an dem es eben weder Schnee noch Frost gab. Für den gestrigen windarmen Tag heißt es: „Wenn’s an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit.“ Dagegen ist das Eintreten der nächsten Bauernregel viel wahrscheinlicher: „Wie’s Wetter an Lenardi ist, bleibt’s bis Weihnachten gewiss.“ Diese Regel betrifft den Sonnabend. Der soll grau werden und Regen bringen. Graues und regnerisches Wetter im November und Dezember sind ja nun gar nicht so unwahrscheinlich.

Von Karl-Heinz Krebs