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Teltow-Fläming Unmut über teures Kita-Essen
Lokales Teltow-Fläming Unmut über teures Kita-Essen
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07:24 06.01.2015
Das Mittagessen ist um 27 Prozent in der Luckenwalder Kita "Weichpfuhl" teurer geworden.
Das Mittagessen ist um 27 Prozent in der Luckenwalder Kita "Weichpfuhl" teurer geworden. Quelle: dpa
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Luckenwalde

Karen Jaap wandte sich gestern an das MAZ-Sorgentelefon. Ihr Sohn besucht die Kita "Weichpfuhl" in Luckenwalde, die von der Luba mit Mittagessen versorgt wird. "Die Preise fürs Mittagessen sind mit Beginn des neuen Jahres stark angestiegen", sagt Karen Jaap verärgert. Bisher kostete ein Essen 2,05 Euro. Jetzt sind es 2,60 Euro. Die Mutter hält die Preiserhöhung um 27 Prozent für nicht gerechtfertigt. Allein der Mindestlohn könne dafür nicht die Begründung sein.

Ihrer Ansicht nach müsse sich die Qualität verbessern. "Ich finde, dass die Essenauswahl nicht immer die Beste ist. Ich habe des Öfteren erlebt, dass das Fleisch zäh war oder Kartoffelpuffer im Fett schwammen", fügt sie hinzu. Sie kritisiert, dass das Essen oft morgens geliefert wird. Sie hat sowohl eine E-Mail an die Luba als auch an die Kita geschickt, um ihren Unmut mitzuteilen.

Schulessen hingegen gerechtfertigt

Die Information, dass sich die Preise fürs Mittagessen erhöhen, waren in der Kita Mitte Dezember ausgehängt worden. Ihre Tochter besucht die Grundschule in Stülpe. Dafür bezahlt Karen Jaap täglich 2,40 Euro, was für sie auch in Ordnung ist. Schließlich isst ein Schulkind in der Regel mehr als ein Kindergartenkind, sodass der höhere Preis für die Mutter gerechtfertigt ist. "Früher wurde in den Kindereinrichtungen auch unterschieden. Für die Kleinen bis zum dritten Lebensjahr musste weniger bezahlt werden", berichtet Karen Jaap. Eine solche Differenzierung gibt es nicht mehr. "Im Bundesdurchschnitt steuern Eltern 2,40 Euro bei", hat sie herausgefunden, "märkische Familien zahlen pro Tag im Schnitt 1,92 Euro. Da liegen wir in der Kita aber deutlich drüber."

Kita-Einrichtungen haben eigenes Preismodell

Wie Jörg Kräker, Geschäftsführer der Luba, auf MAZ-Anfrage erklärt, erfolgte eine Preiserhöhung zwischen fünf und 25 Prozent. "Jede Einrichtung hat ihr eigenes Preismodell. Wir sind nur der Lieferant. Der Träger behält sich vor, einen Preisaufschlag für die Essenausgabe vorzunehmen" erklärt Kräker. Grund für die Preiserhöhung sind die Auswirkungen durch den Mindestlohn, den der Gesetzgeber vorgeschrieben hat. "80 Prozent der Beschäftigten in der Küche sind Nutznießer des Mindestlohnes. Wir sind die Ersten, die Preisanpassungen vornehmen. An anderen Ecken geht das erst los", sagte Kräker. Für ihn stehe fest, dass qualitatives Schulessen in Brandenburg auch seinen Preis hat. "Wer gesund kocht und den Mindestlohn berücksichtigt, ist genau in dieser Marge drin. Vermutlich haben wir in der Vergangenheit zu günstig gekocht", gab Kräker zu bedenken.

Die meisten Eltern müssen pro Woche im Schnitt 2,50 Euro mehr fürs Mittagessen ihres Sprösslings zahlen. Ausgenommen davon sind Hartz-IV-Empfänger. Bei ihnen übernimmt das Jobcenter die Differenz.

MAZ-Sorgentelefon: Ärgern Sie sich ebenfalls über Behörden? Oder haben Sie sonstige Probleme, die auch andere betreffen? Dann rufen Sie das Sorgentelefon der Redaktion an. Es ist immer montags von 10 bis 11 Uhr geschaltet, 0 33 71/ 62 52 12.

Von Margrit Hahn

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