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Teltow-Fläming Aktion Mensch fördert DRK-Wohnstätte
Lokales Teltow-Fläming Aktion Mensch fördert DRK-Wohnstätte
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00:24 02.04.2018
Bei der Fahrzeugübergabe: Harald-Albert Swik, Lutz Löffler und „Hof Gerhard“-Leiterin Angelika Jurk-Klunker (v.l.). Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

„Das ist das erste Mal, dass unsere Einrichtung einen nagelneuen neuen Pkw bekommt“, freut sich Angelika Jurk-Klunker. Sie ist die Leiterin von „Hof Gerhard“, der DRK Wohnstätte für suchtmittelabhängige Menschen in Hohengörsdorf. Der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbands Harald-Albert Swik und der Leiter des DRK-Fahrdienstes des DRK-Kreisverbands, Lutz Löffler überreichten ihr am Donnerstag auf dem Hof des DRK-Fahrdienstes in der Brahmbuschstraße in Luckenwalde die Schlüssel für ein durch die Aktion Mensch gefördertes Fahrzeug.

Integration fördern

In der Wohnstätte werden zurzeit 20 Männer und zwei Frauen mit einer chronischen Suchtabhängigkeit betreut. Die meisten von ihnen sind auch anderweitig gesundheitlich beeinträchtigt oder psychisch erkrankt. Mit dem neuen Pkw können die Betreuer mit den Bewohnern gemeinsam die wöchentlichen Einkäufe für die Wohnstätte sowie der Einkauf von Bekleidung und anderen Dingen des persönlichen Bedarfes erledigen und damit gleichzeitig ein suchtfreies Alltagsleben trainieren.

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Die Wohnstätte ist sehr ländlich gelegen. Weil die Bewohner auf Grund ihrer Einschränkungen das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs nur teilweise nutzen können, ermöglicht ihnen das neue Fahrzeug, auch weiter entfernte Freizeit- oder Kulturangebote sowie Urlaubsfahrten wahrzunehmen. Ebenso können im Rahmen der Arbeitstherapie auch kleinere handwerkliche Unterstützungen im Gemeindeverband unentgeltlich übernommen werden. So kann die Integration in die Gesellschaft gefördert werden.

Auto wird getauft

Nach dem Osterspaziergang soll das neue Auto getauft werden. „Ich bin gespannt, auf welchen Namen sich die Bewohner einigen“, sagt Angelika Jurk-Klunker. Beim Anblick des flotten weißen VW Golfs kam sie auf die Idee ihn „Flitzer“ oder „Speedy“ zu nennen.

Die Wohnstätte besteht seit 2001. Seitdem hat Angelika Jurk-Klunker dort den Hut auf. Es gibt einen Bewohner der von Anfang an dabei ist. Die kürzeste Verweildauer betrug drei Tage. Neuerdings werden auch Suchtkranke mit Hund in der Wohnstätte aufgenommen. Allerdings schaut sich die Chefin die Vierbeiner genau an. Es dürfen keine Kampfhunde sein und es muss sich um sozial verträgliche Tiere handeln. Damit die Hunde gehorchen wird regelmäßig Hundetraining angeboten.

Verschiedene Tiere leben auf dem Hof

Außerdem gibt es auf dem Hof 14 Hühner, zwei Eichhörnchen, ein Minischwein, fünf Kamerunschafe, drei Gänse sowie Ziegen und Kaninchen, um die sich die Bewohner kümmern. Täglich wird besprochen, wer welche Arbeiten zu übernehmen hat. Zudem gibt es Therapieangebote. Die Bewohner kommen aus diversen Bundesländern – aus Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

„Der Hof Gerhard ist etwas Besonderes. Das Haus bietet den Menschen Freiheiten, gleichzeitig aber auch Pflichten. Sie müssen lernen mit beiden umzugehen“, sagt Harald-Albert Swik. Wenn ihnen das gelingt, hätten sie gute Chancen ins normale Leben zurückzufinden.

Von Margrit Hahn