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Teltow-Fläming Unwetter verursacht viele Schäden im Kreis
Lokales Teltow-Fläming Unwetter verursacht viele Schäden im Kreis
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00:26 15.06.2019
Ein Baum fiel während des Unwetters auf dieses Auto. Glücklicherweise saß niemand darin. Quelle: Margrit Hahn
Teltow-Fläming

Das Gewitter in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch hat die Feuerwehrleute in Teltow-Fläming auf Trab gehalten. Die Kameraden der Luckenwalder Feuerwehr mussten in Luckenwalde erstmals um 22.51 Uhr ausrücken. Zuvor hatten sie schon den Jüterbogern unter die Arme gegriffen. „Im Kreishaus war der Keller voller Wasser gelaufen und musste ausgepumpt werden“, sagt Stadtbrandmeister Jens Reichwehr.

Krankenhaus vom Unwetter betroffen

Auch der Keller des Luckenwalder Krankenhauses stand unter Wasser. Die Einsatzkräfte waren mit drei Fahrzeugen vor Ort. Es bestand die Gefahr, dass das Wasser in den Serverraum fließt. „Wir waren dort von 0.43 Uhr bis morgens um 5 Uhr“, sagt Reichwehr. Den Feuerwehrleuten war es zu verdanken, dass der Krankenhausbetrieb am Mittwochmorgen normal weiterlaufen konnte.

Auch in der Luckenwalder Poststraße stand das Wasser einen halben Meter hoch. Quelle: privat

Aus der Unterführung am Bahnhof mussten zwei Fahrzeuge von der Feuerwehr aus dem Wasser gezogen werden. In der Ludwig-Jahn-Straße in Luckenwalde war ein Baum auf ein Auto gestürzt und hatte erheblichen Schaden angerichtet. Zum Glück saß niemand darin. Der Schreck war groß, als die Autofahrerin am nächsten Tag damit zur Arbeit fahren wollte. In Luckenwalde waren 38 Kräfte im Einsatz.

Bäume nach Blitzeinschlag in Brand

In der Gemeinde Nuthe-Urstromtal hatten die 15 Feuerwehrleute bis nachts um 2 Uhr viel zu tun. Zwischen Hennickendorf und Ahrensdorf brannten Bäume nach einem Blitzeinschlag. Zudem mussten umgestürzte Bäume kurz hinter Dobbrikow in Richtung Rieben, zwischen Zülichendorf und Felgentreu und zwischen Woltersdorf und Ruhlsdorf beseitigt werden. die Bahnunterführung in Woltersdorf wurde ausgepumpt. Bis zum Mittwochmorgen waren die Schäden behoben. „Mal sehen, was uns noch erwartet“, so Gemeindebrandmeister Mathias Richter.

Auch in Trebbin stand die Bahnunterführung unter Wasser. In der Industriestraße war in die Brandmeldeanlage Wasser gelangt. Dadurch wurde Fehlalarm ausgelöst, was allerdings erst vor Ort festgestellt wurde. Ein Verkehrsunfall zwischen Löwendorf und Schönhagen hielt die Trebbiner Feuerwehr bei strömenden Regen ebenfalls in Atem – ebenso wie mehrere umgestürzte Bäume. Mittwochmorgen um kurz nach 6 Uhr wurde ein Baum, der in Großbeuthen über der Straße lag, zersägt. „Wir hoffen, dass es in den kommenden Tagen ruhig bleibt“, sagt Trebbins Stadtbrandmeister Silvio Kahle.

Straßen standen unter Wasser

Enten schwimmen auf der Wiese bei Kloster Zinna, die seit dem Unwetter ein kleiner Teich geworden ist. Quelle: Hartmut F. Reck

Durch die Überflutung an vielen Stellen standen mehrere Keller unter Wasser wie etwa in der Schlossstraße, wo das Regenwasser über die Türschwellen seinen Weg in die Keller suchte. Bei Aldi floss das Regenwasser in die Anlieferungsmulde unterhalb der Laderampe. Hier stand das Wasser bis zu einer Höhe von anderthalb Metern.

Wasser läuft in Kellerräume einer Kita

Kita-Leiterin Ina Freydank zeigt, wo das Wasser in der Gewitternacht leichtes Spiel hatte. Quelle: Hartmut F. Reck

Auch Bäume stürzten bei dem Regen- und Gewittersturm um, wie zum Beispiel in Richtung Werder. In der Schützenstraße in Jüterbog drohte ein Baum auf ein Haus zu stürzen. In Kloster Zinna bot sich am nächsten Tag ein Bild des Friedens und der beschaulichen Ruhe. Auf einer Wiese am Ortseingang Richtung Luckenwalde war ein kleiner Teich entstanden, auf dem gleich einige Enten herumschwammen.

Von Margrit Hahn und Hartmut F. Reck

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