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Teltow-Fläming VBB wirbt für Plus-Bus in Teltow-Fläming
Lokales Teltow-Fläming VBB wirbt für Plus-Bus in Teltow-Fläming
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18:19 16.04.2016
Mehr Busse in Teltow-Fläming sind teurer für den Kreis
Mehr Busse in Teltow-Fläming sind teurer für den Kreis Quelle: Robin Knies
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Luckenwalde

Mit einem neuen Nahverkehrskonzept versucht der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mehr Fahrgäste im Land Brandenburg zu gewinnen. So sollen zusätzliche Busse – sogenannte Plus-Busse – eingesetzt werden. Deren Funktion erläuterte Christian Weiße, Mitarbeiter der Planungsabteilung des VBB, während der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Kreistags von Teltow-Fläming.

Demnach sollen die Busnetze zwar nicht erweitert, dafür aber bestehende und stark ausgelastete Linien zusätzlich bedient werden. Ziel ist ein regelmäßiger Taktverkehr von morgens bis abends, ein zeitnaher Übergang von Bus und Bahn sowie eine – wenn auch eingeschränkte – Wochenendbedienung. Ziel ist es, neue Fahrgastgruppen wie zum Beispiel Pendler oder Ausflügler zu erreichen.

Gute Erfahrungen habe man damit schon im Landkreis Potsdam-Mittelmark gemacht, wo der Plus-Bus auf den Linien Bad Belzig-Brandenburg/Havel, Bad Belzig-Potsdam und Lehnin-Brandenburg/Havel eingesetzt werden. Im Durchschnitt habe man damit eine Fahrgaststeigerung von zehn Prozent erzielen können, berichtete Christian Weiße. Für Teltow-Fläming kämen gleich mehrere Buslinien in Betracht, meinte der Verkehrsplaner, wie zum Beispiel die Linien 600, 618, 619, 701, 702, 710, 754 und 771. „Die Entscheidung liegt beim Kreis“, so Weiße. „Es gibt keine zusätzlichen Mittel vom Land.“

Und genau das ist der Knackpunkt. So findet Volker Fleischer, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) die Angebotsverbesserung „super“. Aber 30 Prozent mehr Aufwand bei zehn Prozent mehr Fahrgästen und Ertrag verursache ein noch größeres Defizit.

Ausschussvorsitzender Helmut Barthel (SPD) fand das Marketingkonzept „wunderbar“, konnte aber auch nicht die Frage beantworten, wer das alles bezahlen soll. „Das geht nur aus dem Kreishaushalt“, sagte Siegmund Trebschuh, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung. Er wäre jedenfalls dagegen, jetzt darüber nachzudenken, welche Dinge dafür gestrichen werden sollen.

Von Hartmut F. Reck

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