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Teltow-Fläming Verabredung mit Fontane
Lokales Teltow-Fläming Verabredung mit Fontane
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18:06 05.02.2019
Matthias Wacker (l.) und Andreas Hüttner sind mit Musik über Theodor Fontane ab der kommenden Woche unterwegs. Quelle: Marlies Schnaibel
Teltow-Fläming

Auf eine musikalisch-literarische „Verabredung mit Fontane“ haben sich zwei Künstler der Region zum 200. Geburtstag des Dichters eingelassen. Der Saxofonist Matthias Wacker aus Blankenfelde und der Songpoet Andreas Hüttner aus Jüterbog haben ein Programm auf die Beine gestellt, in dem sie zwischen Theodor Fontane und dem Land Brandenburg der Gegenwart hin und her pendeln. Den Texten Fontanes stellen sie selbst komponierte und geschriebene Lieder von Andreas Hüttner gegenüber.

„Verabredung mit Fontane“ heißt das neue Programm mit Matthias Wacker und Andreas Hüttner. Quelle: Marlies Schnaibel

Auf die Idee dazu ist Matthias Wacker im vorigen Sommer in seinem Garten unterm Apfelbaum gekommen. „Einen Birnbaum haben wir leider nicht mehr“, erzählt der 54-Jährige, „aber mein Vater war ein absoluter Fontane-Fan und so ist mir Herr von Ribbeck auf Ribbeck mit seinem Birnbaum sehr wohl bekannt.“ Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg fuhr er einst mit seinem Vater und dem Bruder auf dem Fahrrad ab. Matthias Wacker wurde von der Fontane-Begeisterung infiziert. „In der 10. Klasse habe ich ,Effi Briest’ gelesen, das hat mich fasziniert“, erinnert sich der Musiker.

Vor allem der Umgang Theodor Fontanes mit der deutschen Sprache hat es Wacker und Hüttner angetan. „Wir wollen mit unseren Songs zu den gleichen Themen von damals eine Brücke zur Gegenwart schlagen“, sagt Wacker. So wird es in ihrem Programm drei Themenbereiche geben: Im ersten Teil geht es um den Kreislauf der Natur, im zweiten Teil um Liebe und Zweisamkeit und schließlich um Vergänglichkeit und den Sinn des Lebens.

Leise Töne und feine Nuancen

„Wie fühlen und artikulieren wir uns heute im Zeitalter von Schnellstraßen, Internet und Smartphone?“, fragt Matthias Wacker. „Bedeuten uns heute im modernen Brandenburg Standesdünkel oder eine alte Lindenallee oder der Plausch über den Gartenzaun oder der knorrige Birnbaum überhaupt noch etwas?“ Wie empfindet man heute die Jahreszeiten, wenn Wohnungen immer gleich temperiert sind? Mit leisen Tönen und feinen Nuancen versuchen die beiden Musiker, Antworten zu finden.

„Wir wollten nicht nach dem 0-8-15-Schema an Fontane erinnern oder Effi Briest zum 100. Mal zu Wort kommen lassen, sondern mal was ganz anderes machen“, verrät Wacker. Zudem wurde 2019 zum Jahr des Saxofons ausgerufen. Also rezitiert Wacker Fontane-Texte und interpretiert Geschichten mit seinem Saxofon. Andreas Hüttner singt seine Eigenkompositionen und begleitet das Ganze auf der Gitarre.

Tourauftakt am 14. Februar

Zum Tourauftakt treten die Musiker am 14. Februar um 18.30 Uhr in der „Esslust“ in Altes Lager auf. Weitere Termine sind am 30. März im Bahnhofsrestaurant Rehagen, am 8. Juni in der Kirche Deutsch Wusterhausen, am 9. Juni in der Johanniskirche Luckenwalde, am 27. Juli in der „Wasserkultur“ Zeuthen, am 1. September in der Dorfkirche Kleinbeeren und am 10. November im Café im Bahnhof Klasdorf. Buchungen sind per E-Mail möglich unter der Adresse buchung@matthias-wacker-saxophon.de

Von Elinor Wenke

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