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Teltow-Fläming Verein möchte Sportplatz übernehmen und Halle aufstellen
Lokales Teltow-Fläming Verein möchte Sportplatz übernehmen und Halle aufstellen
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05:18 14.12.2017
Borussia Mahlow möchte auf dem Sportplatz an der Gershwinstraße eine Traglufthalle aufstellen. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Mahlow

Ein Fan des Fußballvereins Borussia Mahlow wird Marion Dzikowski nicht mehr. Man konnte der stellvertretenden Bürgermeisterin von Blankenfelde-Mahlow das Unwohlsein ansehen, als der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport (BJS) sie verpflichtete, zu prüfen, ob man eine Traglufthalle auf dem Sportplatz an der Gershwinstraße aufstellen könne. Dies hatte die Fraktion BVBB-WG beantragt und die Mehrheit war nach langer Diskussion gefolgt.

Verein hat sich Halle selbst besorgt

Kay-Uwe Schoechert, der 2. Vorsitzende des Vereins, hat sich eine 35 mal 35 Meter große und neun Meter hohe Traglufthalle besorgt und würde diese gern dort aufstellen, wo der Verein derzeit trainiert. Die Kosten fürs Aufstellen und Betreibens wolle der Verein tragen. „Wir wollen den Trainingsbetrieb im Winter aufrecht erhalten, ohne der Gemeinde zur Last zu fallen“, sagte er.

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Laut Marion Dzikowski darf auf dem Gelände ein maximal 200 Quadratmeter großes Gebäude errichtet werden. „Ansonsten müsste man den Bebauungsplan ändern“, sagte sie. Eine Bauvoranfrage für das Gelände könne der Verein selbst stellen. Patrick Moskal (CDU) und Katja Grassmann (SPD) zweifelten, dass die Sporthallen in der Gemeinde so stark ausgelastet sind, wie der Verein behauptet. „Wir können nicht jeden Wunschtermin befriedigen, es ist aber auch nicht so, dass hunderte Kinder auf der Straße stehen“, sagte Katja Grassmann. Wibke Knake (Grüne) teilte die vielen Bedenken nicht: „Wir sollten einen Versuch wagen“.

Bürger sollen bei Gestaltung des Geländes mitreden

Über den Antrag des Vereins, den Platz von der Gemeinde dauerhaft zu übernehmen, wollte der Ausschuss am Dienstag nicht entscheiden. Zunächst wolle man die Bürgerbeteiligung für die Grünflächen im benachbarten Wohngebiet abwarten, die im kommenden Jahr starten soll. „Es ist in unserer Hand, was wir dann mit dem Gelände machen“, sagte Stefanie Nimz (Linke). Marion Dzikowski sah das Übernahmebegehren des Vereins, beantragt durch die BB/FDP-Fraktion, skeptisch. „Ich habe den Verein immer wieder bestärkt, den Antrag auf Übernahme des Geländes zu stellen, weil ich das ewige Hin und Her nicht mehr ertrage“, sagte sie. Sie glaube jedoch nicht, dass sich der Verein damit zufrieden gebe.

„Mit einer Übernahme sind perspektivisch weitere Kosten für die Gemeinde verbunden“, sagte sie. So könne der Verein den Platz ohne Sanitär- und Umkleideräume nicht dauerhaft betreiben. „Wir haben uns vor Jahren entschlossen, den Platz nicht weiter zu entwickeln“, sagte Marion Dzikowski mit Blick auf das Sportstättenkonzept. Dies sah vor, den Kunstrasenplatz an der Gershwinstraße als Bolzplatz zu belassen, nachdem der Verein BSC Preußen dort den Trainingsbetrieb aufgegeben hatte.

Seit seiner Gründung vor fast drei Jahren nutzt Borussia Mahlow nun den Platz. Mittlerweile hat der Verein mehr als 230 Mitglieder.

Von Christian Zielke