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Teltow-Fläming Verkäufer oder doch lieber Bäcker?
Lokales Teltow-Fläming Verkäufer oder doch lieber Bäcker?
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18:01 22.05.2013
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. Die Messe richtete sich nicht nur an Schulabgänger, alle Interessierten bis 35 Jahre waren eingeladen, knapp 400 junge Leute kamen zur Veranstaltung.

Zielgruppe waren vor allem diejenigen, deren Lebenslauf nicht ganz so gradlinig ist, sei es weil sie durch eine Schwangerschaft keinen Schulabschluss haben, eine frühere Ausbildung abgebrochen haben, unter Suchterkrankungen leiden oder sogar einen Gefängnisaufenthalt hinter sich haben. „Wir möchten diesen Jugendlichen eine umfassende Beratung bieten. Vom Finden eines geeigneten Berufes bis dahin, dass wir ihnen erklären, was sie zum Vorstellungsgespräch anziehen sollten“, sagt Christine Petzold, Geschäftsführerin des Jobcenters Teltow-Fläming. Und damit die jungen Leute auch gleich mit dem Bewerben loslegen könnten, bot die Arbeitsagentur eine Auswahl an 200 offenen Lehrstellen an: In Luckenwalde wird ein Fleischer-Azubi gesucht, in Mahlow wird zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau im Einzelhandel ausgebildet oder in Groß Kienitz zum Textilreiniger.

Aber nicht alle Schulabgänger sind auf der Lehrstellensuche gleich erfolgreich. Auch nach 40 Bewerbungen hat eine 19-Jährige aus Jüterbog noch keine Zusage zu einer Ausbildungsstelle. Weil sie Nachteile bei weiteren Bewerbungen befürchtet, möchte sie ihren Namen lieber nicht in der Zeitung lesen. Chemielaborantin wäre ihr Traumberuf, am liebsten in ihrer Heimatregion. „Ich möchte gerne hier in Teltow-Fläming bleiben, aber hier finde ich wohl nichts“, sagt sie. Von der Ausbildungsmesse geht sie aber mit einem hilfreichen Tipp nach Hause: Bewerbungen sollten in Mappen in knalligen Neonfarben verschickt werden - so würde ihre Bewerbung beim Arbeitgeber in einem Stapel mehr auffallen, hat man ihr geraten. „Natürlich werde ich das ausprobieren“, sagt sie.

Zum zehnten Mal fand die Messe nun in Teltow-Fläming statt. „Es wäre schön, wenn die Jugendlichen ihr soziales Umfeld nicht verlieren, wenn sie einen schwierigen Start in das Berufsleben haben. Deshalb ist es wichtig, dass wir viele regionale Angebote haben“, sagt Christine Petzold. Die Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming bot beispielsweise eine Übersicht darüber an, welche Ausbildungsplätze in der Region frei sind. Dachdecker werden gesucht, Bürokauffrauen und -männer, Maler, Bäcker oder Fachkräfte in der Lagerlogistik. Auch der Qualifizierungsverein Niederer Fläming, der Berufsvorbereitung für Jugendliche mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt anbietet, und das Evangelische Jugendwerk standen für Fragen zur Verfügung. (Von Lisa Rogge)

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