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Teltow-Fläming Krisensitzung im Dahmer Kulturverein
Lokales Teltow-Fläming Krisensitzung im Dahmer Kulturverein
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18:11 08.02.2019
Im Dahmer Heimatmuseum wurden bei der Krisensitzung die Stühle knapp.
Im Dahmer Heimatmuseum wurden bei der Krisensitzung die Stühle knapp. Quelle: Uwe Klemens
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Dahme

Der 1991 gegründete Kulturverein Dahme hat viel bewegt. Doch seit der Auflösung der im Verein integrierten Interessengruppen Tierpark und Schwimmbad vor zwei Jahren ist es still geworden, da die meisten der derzeit 35 Mitglieder nur noch auf dem Papier stehen.

Krisensitzung aus Verzweiflung

„Das macht mir Sorge“, beschreibt SPD-Stadtverordneter und Vereinsmitglied Matthias Ochs, warum er der Konzeptlosigkeit und Untätigkeit des Vorstandes nicht länger zusehen wollte. Der von ihm am Donnerstag am Vorstand vorbei einberufenen Krisensitzung waren etwa ein Drittel der Mitglieder, sowie viele weitere Kulturinteressierte, insgesamt 30 Personen, gefolgt.

Alleine die Vielfalt der bereits vorhandenen Aktivitäten darf als hoffnungsvolles Zeichen gelten. Männerchor und Zempermiezen, Kunstgaleristen, Trachtentänzer, Heimatforscher, Töpfermarkt-Organisatoren, Literaturfreunde und Festveranstalter saßen mit am Tisch und schienen selbst verblüfft vom breiten Spektrum der Angebote.

Die Sorgen einen die Akteure

Die Sorgen der Macher sind dabei fast immer die selben: Geld und helfende Hände. Die vorhandene Manpower unter dem Dach des Kulturvereins zu bündeln, gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren oder sich zumindest gegenseitig zu unterstützen, könnte der Kulturverein als eine Art Dachorganisation übernehmen, lautete nach knapp zweistündigem Disput die Erkenntnis.

Fördermittel-Hürde leichter zu nehmen

Dass der Kulturverein als eingetragener Verein auch Fördermittel beantragen kann und finanziellen Unterstützern eine Spendenbescheinigung ausstellen darf, was eine reine Interessengruppe nicht kann, sieht Matthias Ochs als wichtigen Grund, den Verein am Leben zu erhalten. Wie genau die Zusammenarbeit künftig aussehen kann und ob der Verein am Leben erhalten oder sterben wird, soll auf der nun für den 21. März einberufenen, ordentlichen Jahresversammlung festgelegt werden.

Von Uwe Klemens