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Teltow-Fläming Marodes Wasserwerk soll vom Netz gehen
Lokales Teltow-Fläming Marodes Wasserwerk soll vom Netz gehen
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09:45 30.08.2019
Das Wasserwerk Meinsdorf ist technisch überaltert und soll zum Jahresende seinen Betrieb einstellen. Quelle: Uwe Klemens
Meinsdorf

Die Tage des zwischen den Ortschaften Weißen und Meinsdorf in einem Waldgebiet liegenden Wasserwerkes Meinsdorf sind gezählt. Einstimmig entschieden sich die Vertreter der Mitgliedskommunen des Hohenseefelder Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WAZV) in ihrer jüngsten Verbandsversammlung für die Stilllegung der maroden Anlage. Die Versorgung der derzeit von Meinsdorf aus versorgten Ortschaften Meinsdorf, Weißen, Rinow, Bärwalde, Herbersdorf, Schönewalde, Ahlsdorf und Hohenkuhnsdorf soll Ende des Jahres vom Wasserwerk Stolzenhain aus erfolgen, das der Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZ) im Nachbarlandkreis Elbe-Elster betreibt. Die Kooperation zwischen beiden Verbänden ist bereits erprobt. Denn Schönewalde, Ahlsdorf und Hohenkuhnsdorf gehören zum HWAZ-Gebiet.

Zustand bereitet seit langem Kopfschmerzen

Aufgrund seines schlechten Zustandes und der hohen Wasserhärte bereitete das Meinsdorfer Werk dem WAZV seit langem Kopfschmerzen. Bei einer Kamerabefahrung der Brunnen und einer Innen-Inspektion des Wasserbehälters wurde vor drei Jahren das Ausmaß der Schäden erkundet. Mehrere Varianten zur Sanierung beziehungsweise der Umverlegung der Versorgungsleitung zu anderen WAZV-Wasserwerken wurden erarbeitet. Die Kostenvoranschläge beliefen sich zwischen 276.000 und 552.000 Euro.

Das Angebot aus Elbe-Elster, von Schmielsdorf mittels neuer Leitung die eigene Ortschaft Ahlsdorf aus zu versorgen und von dort das Wasser dann künftig in entgegengesetzter Richtung weiterlaufen zu lassen, kam buchstäblich in letzter Sekunde. Etwa 20.000 Euro kostet die Hohenseefelder die Umbindung der Leitung. Selbst wenn man, wie Niederer-Fläming-Bürgermeister Matthias Wäsche forderte, den Wegfall der Einnahmen und den künftigen Zukauf des Wasser mit einrechnet, betragen die Gesamtkosten nur einen Bruchteil dessen, was den WAZV jede andere Lösung kosten würde.

Umbindung zum Jahresende

Mit dem Bau der Leitung von Schmielsdorf nach Ahlsdorf wurde bereits begonnen. Circa Ende November soll die Umbindung erfolgen, so dass das Meinsdorfer Wasserwerk etwa zum Jahreswechsel vom Netz genommen werden kann. Die aus den 70er Jahren stammende Anlage soll verschrottet werden und das Gebäude dem WAZV als Materiallager dienen.

Von Uwe Klemens

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