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Teltow-Fläming Waldbrand bei Jüterbog nicht weiter ausgebreitet – Brandgeruch zieht über die Mark
Lokales Teltow-Fläming Waldbrand bei Jüterbog nicht weiter ausgebreitet – Brandgeruch zieht über die Mark
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08:13 05.06.2019
Waldbrand in Jüterbog in der Nacht zu Mittwoch. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Der große Waldbrand bei Jüterbog (Teltow-Fläming) hat sich in der Nacht zum Mittwoch nicht weiter ausgebreitet. „Wir sind aber weiter mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Daran wird sich auch erst mal nichts ändern“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Morgen. Menschen seien nicht in Gefahr, hieß es. „Eine Belästigung durch den Brandgeruch gibt es auch heute. Dagegen hilft am besten: Fenster und Türen zu“, sagte der Sprecher weiter.

Das Wetter wird aber wohl auch in den kommenden Tage keine Entspannung bringen: Mindestens bis Donnerstagnachmittag bleibe es in Brandenburg und Berlin weitgehend trocken, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwochmorgen. Am Donnerstag könne es dann allerdings lokal einzelne Gewitter mit Regen geben.

Der Brand, der am Montag ausgebrochen war, befindet sich auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz und breitete sich auf mehr als 600 Hektar aus. „Das gesamte Gebiet ist mit Munition aus 180 Jahren Militärgeschichte des Schießübungsplatzes kontaminiert“, teilte die Stadt mit. „Wir können wie in jedem Jahr nicht alle Brandherde löschen, da erneut die munitionsbelasteten Flächen brennen“, so Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos).

Rauch auch in Potsdam und Berlin

Der Rauch auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz zog am Dienstag bis nach Potsdam. Auch dort warnte die Feuerwehr: „Bitte halten Sie Türen/Fenster geschlossen und schalten Sie Ihre Klimaanlage ab“. Auch in Berlin meldete die Feuerwehr über Twitter: „Durch einen Waldbrand bei Jüterbog kann es vor allem in den westlichen Stadtteilen von Berlin zu Belästigungen durch Rauch und Brandgeruch kommen“.

Nach Angaben der Leitstelle Brandenburg/H. ist der Rauch, angetrieben vom Wind, mittlerweile bis nach Brielow, Radewege und Brandenburg/H. zu sehen und zu riechen. Der Brand bei Kloster Lehnin sei demnach eingedämmt.

Neben dem Brand in Jüterbog brannten auch in Hennickendorf (Teltow-Fläming) rund 60 Hektar Wald. „Hier ist aktuell alles unter Kontrolle“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwoch. Auch in der Lieberoser Heide bei Butzen (Dahme-Spreewald) brannten am Dienstag rund 1000 Quadratmeter, wie die Regionalleitstelle der Feuerwehr Lausitz mitteilte. Der Brand in einem Stück Wald, und ein weiterer Brand in Wolfslake nordwestlich von Berlin (Oberhavel), konnten am Nachmittag gelöscht werden.

Insgesamt brannte es in Brandenburgs Wäldern seit Jahresanfang 132 Mal, wie das Umweltministerium mitteilte. Am Dienstag war die Waldbrandgefahr im Land leicht zurückgegangen. Nur im Landkreis Elbe-Elster galt noch die höchste Gefahrenstufe 5 mit einer sehr hohen Gefahr für Waldbrände. Am Montag galt Stufe 5 noch für das gesamte Land.

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