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Teltow-Fläming „Die Lage ist weiterhin angespannt“
Lokales Teltow-Fläming „Die Lage ist weiterhin angespannt“
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11:00 04.06.2019
Raimund Engel ist Waldbrandschutzbeauftragter des Landes Brandenburg. Quelle: Promo
Wünsdorf

In der Waldbrandzentrale in Wünsdorf schrillt wegen der anhaltenden Trockenheit zurzeit immer wieder der Alarm. Der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Raimund Engel leitet die Zentrale.

Herr Engel, wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?

Raimund Engel: Die Lage ist weiterhin angespannt. Die Feuerwehren haben noch mit den Bränden von Montag zu kämpfen, unter anderem mit dem in Jüterbog. Dort hat sich das Feuer vom früheren Militärgelände auch Richtung Norden auf benachbarten Hochwald ausgedehnt. In Frankenförde ist seit Dienstagmorgen ein Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz, da die Feuerwehren nicht in das Waldgebiet fahren können. Die Flächen dort sind mit Munition belastet. Das Feuer war am Montagabend von dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Jüterbog nach Frankenförde und Felgentreu gezogen.

Erwarten Sie nach den ersten großen Waldbränden in diesem Jahr so viele Waldbrände wie 2018?

Ich hoffe nicht. Wir sind erst am Beginn des Sommers. Aber nach den vereinzelten Regenschauern bleibt die Waldbrandgefahr unverändert hoch. Und das trockene Wetter lässt die Waldbrandgefahr weiter steigen. Bereits jetzt gilt überall die höchste Gefahrenstufe 5. Das wird wohl die gesamte Woche auch so bleiben.

Haben Sie im Vergleich zum Jahr 2018 etwas bei der Brandbekämpfung geändert?

Wir sind sensibilisiert. Forstverwaltung und Feuerwehren haben ihre Lehren aus dem Hitzesommer des vergangenen Jahres gezogen und sind gut vorbereitet. Jeder hat seine Hausaufgaben gemacht. So gibt es in diesem Jahr neue Waldbrandschutzkarten. Die Karte enthält neben Informationen über die Forststruktur wie Oberförstereien und Forstreviere auch Hinweise zum Waldbrandschutz. In der Karte werden unter anderem für Lkw befahrbare Waldwege, Rettungspunkte und Löschwasserentnahmestellen dargestellt. Neue Löschwasserstellen gibt es zum Beispiel im Bereich Jüterbog. Auch wurde das Personal in der Forstverwaltung aufgestockt. Die Mitarbeiter sind in der Waldbrandfrüherkennung tätig und beraten die Waldbesitzer.

Sind Sie überrascht, dass nur ein Hitzetag genügt hat, um mit einem Mal so viele Waldbrände zu verursachen?

Eigentlich war damit zu rechnen. Das Defizite an Niederschlägen zieht sich seit dem Monat April durch.

Von Thomas Seifert

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