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Teltow-Fläming Es brennt wieder auf dem Ex-Truppenübungsplatz bei Jüterbog
Lokales Teltow-Fläming Es brennt wieder auf dem Ex-Truppenübungsplatz bei Jüterbog
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19:33 25.07.2019
In der Einsatzleitung werden die eintreffenden Kräfte erfasst. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Auf den Tag genau ein Jahr nach Ausbruch des vorletzten großen Feuers auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog-West am Keilberg sind seit Donnerstagnachmittag wieder große Rauchwolken über dem munitionsverseuchten Gebiet zu sehen. Damals gerieten mindestens 250 Hektar Wald in Brand. Zuletzt hatte es dort dann erst Anfang Juni wieder gebrannt und nach offiziellen Angaben 758 Hektar Wald vernichtet.

Die Jüterboger Feuerwehr steht am Rande des Gebietes. Ein Erkundungstrupp konnte aber nicht feststellen, wie groß die Ausweitung des Brandes ist. „Angesichts der Größe der Rauchsäule muss man aber auf eine umfassende Fläche schließen“, teilte Jüterbogs Ordnungsamtsleiter und stellvertretender Bürgermeister Joachim Wasmansdorff der MAZ mit.

Flammen in der „tiefroten Zone“

Der Brand wütet in der „tiefroten Zone“, so Wasmansdorff, die wegen der dort zu vermutenden Munitionsreste aus den vielen Jahrzehnten militärischer Nutzung nicht betreten werden darf. „Aufgrund der dort lauernden Gefahren werden wir da nicht hineinfahren“, sagt Wasmansdorff bestimmt. Zudem sehe die Feuerwehr keine Möglichkeit, den Brand vom Boden aus zu löschen.

Um das genauere Ausmaß festzustellen, hat Wasmansdorff beim Kreisbrandmeister von Teltow-Fläming angeregt, einen Hubschrauber – idealerweise gleich einen Löschhubschrauber – anzufordern. Dies ist inzwischen geschehen. Er soll gegen 17 Uhr das Brandgebiet erreichen. Derzeit bauen die Einsatzkräfte am Boden Löschwasserentnahmestellen für den Hubschrauber auf.

Der Erkundungshubschrauber der Polizei steigt auf, um das Ausmaß des Brandes zu erfassen. Mit an Bord ist Kreisbrandmeister Tino Gausche. Quelle: Uwe Klemens

Wind weht Richtung Altes Lager

Was die Situation noch weiter verschärft: Es weht ein starker Wind in Richtung der Ortslage Altes Lager. Wenn das so weiter gehe, meint Wasmansdorff, sei dieser Ortsteil der Gemeinde Niedergörsdorf gefährdet. Bis jetzt schreite die hohe dunkle Wolke weiter in Richtung Altes Lager, berichtet Wasmansdorff. Die Feuerwehr benetze vorsorglich die Waldwege, um ein weiteres Voranschreiten des nahenden Feuers zu verhindern. Dabei halte man aber stets einen Abstand von mindestens 1000 Metern zu dem Feuer, betont Ordnungsamtsleiter Wasmansdorff.

Gegen 17.20 Uhr ist ein erster Hubschrauber der Polizei aufgetaucht. Es handelt sich dabei aber noch nicht um den erwarteten Löschhubschrauber. Wenigstens erhoffen sich die Einsatzkräfte am Boden nun Informationen über das Ausmaß des Feuers.

Eine Information ist bis Redaktionsschluss für die Einsatzkräfte nicht erfolgt. Gegen Abend hat sich die Situation beruhigt. „Es raucht zwar kräftig weiter“, teilt Wasmansdorff mit, „aber wenn’s dunkel wird rückenwir ab.“ Erfahrungsgemäß gehe das Feuer in der Nacht wieder zurück. Auch der Wind sei abgeflaut.

Kreis: Menschen sind nicht gefährdet

Laut Kreisverwaltung Teltow-Fläming sind keine Menschen gefährdet. Im Einsatz sind neben den Freiwilligen Feuerwehren Jüterbog und Niedergörsdorf insgesamt 15 Wehren mit 62 Feuerwehrleuten. Sie stehen mit neun Tanklöschfahrzeugen und vier Führungsfahrzeugen bereit.

Da das betroffene Gelände – auch „Löffelberg“ genannt – munitionsbelastet ist, können die Feuerwehrleute mit ihren Fahrzeugen selbst auf den bisher munitionsgeräumten Wegen nicht bis zum Brandherd vordringen, weil rechts und links von den Wegen dort noch lagernde Munition in die Luft gehen kann.

Vorherige Brände in größerem Umfang

Schon vor den beiden vorangegangenen Bränden vor erst sieben Wochen und genau vor einem Jahr hat es in größerem Umfang dort schon häufiger gebrannt: Im Mai 2016 brannten 16 Hektar Fläche, vermutlich weil sich phosphorhaltige Altmunition sich dort selbst entzündet hatte. Im Juli 2015 waren brannten 130 Hektar Wald und Heide ab. Im Juli 2010 brannten innerhalb von drei Wochen 230 Hektar ab. Und im Juni 2008 brannte es auf mehr als 100 Hektar.

Von Hartmut F. Reck

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