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Teltow-Fläming Neugegründete Künstlerhaus-Stiftung startet
Lokales Teltow-Fläming Neugegründete Künstlerhaus-Stiftung startet
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06:26 27.06.2019
Die letzten Quadratmeter Dach werden in wenigen Tagen erneuert sein. In rund zwei Wochen, wenn die Fassadenarbeiten fertig sind, wird auch das Gerüst verschwinden. Quelle: Uwe Klemens
Wiepersdorf

Mit der Zusage des Landes, ab 2020 den Weiterbetrieb des Künstlerhauses Schloss Wiepersdorf mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 719.000 Euro zu finanzieren und zu diesem Zweck eine landeseigene Stiftung zu gründen, gilt die Zukunft des geschichtsträchtigen Hauses als gesichert. Parallel zu den seit Mitte 2018 begonnenen Umbau- und Sanierungsarbeiten wurden in den zurückliegenden Monaten die Weichen für die Arbeit der „Stiftung für Wiepersdorf“ gestellt und ein neues Konzept für die Arbeit des Künstlerhauses erarbeitet. Am kommenden Montag nimmt die Stiftung ihre Arbeit auf.

„Attraktiver, lebendiger Residenz-Ort“

„Das Ziel ist es, den Ort zu einem attraktiven, lebendigen Residenz-Ort für Künstler und Geisteswissenschaftler zu machen, der in die Region und auch weit darüber hinaus ausstrahlt“, sagt Annette Rupp. Die 54-jährige, studierte Erziehungswissenschaftlerin, Germanistin, Philosophin und Musikerin ist die vom Land berufene Gründungsbeauftragte und wird bis zur Besetzung der Direktionsstelle des Hauses die Stiftung leiten. Eingeflossen in das neue Wiepersdorf-Konzept sind auch Rupps Erfahrungen als Leiterin des Goethe-Instituts und der Künstlerresidenz Villa Aurora in Los Angeles, sowie bei der Konzeptentwicklung für das ebenfalls dort befindliche Thomas-Mann-Haus.

Übernommen wurde das Prinzip verschiedener Stipendiengeber, die den bis zu drei Monate dauernden Aufenthalt von Stipendiaten finanzieren. Auch das Land Brandenburg entsendet weiterhin eigene Stipendiaten, die Stiftung selbst jedoch nicht. Neu ist, dass es künftig auch Gruppenstipendien geben wird, um die Zusammenarbeit von Künstlern untereinander, aber auch mit anderen Spezialisten, etwa Computer-Programmierern oder Handwerkern, zu ermöglichen.

Bezug zur Geschichte

Zugelassen sind Bewerbungen von Künstlern, die über eine abgeschlossene künstlerische Ausbildung verfügen oder bereits publiziert oder ausgestellt haben. Zwingende Voraussetzung für ein Stipendium ist künftig, dass das Projekt, an dem hier gearbeitet werden soll, einen Bezug zur Romantik, zur deutsch-deutschen Geschichte oder zur Historie des Künstlerhauses haben muss. Ausführlichere Infos finden sich auf der überarbeiteten Webseite unter www.schloss-wiepersdorf.de, die am Montag an den Start geht.

Trotz derzeitiger Schließung wartet das Künstlerhaus in diesem Jahr mit den ersten Veranstaltungen auf. Bereits am 31. Juli wird das Wandertheater „Bühnen Dautenheims“ um 20.30 Uhr im Schlosspark sein Sommerstück „Das große Welttheater“ präsentieren, bei dem auch Bläserensembles aus der Region mitwirken. Der Eintritt ist frei. Am 6. September um 20 Uhr ist das Mobile Kino „MoKi“ aus Güstrow zu Gast, um den dokumentarischen Musikfilm „Gundermann“ von Andreas Dresen zu zeigen.

 

Von Uwe Klemens

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