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Teltow-Fläming Wilden Tieren auf der Spur
Lokales Teltow-Fläming Wilden Tieren auf der Spur
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19:30 14.01.2013
JÜTERBOG

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Obwohl die Schneedecke – für Mitte Januar eigentlich selbstverständlich – auf sich warten lässt, sollte man sich warm anziehen und am besten jemanden mitnehmen, der weiß, wo man Interessantes entdecken kann. Diese Möglichkeit bot Andreas Hauffe am Sonntagnachmittag für einige Stunden auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog. Der Wolfsexperte führte knapp vier Stunden lang über die Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Für die 20 Wanderer ging es von Neuheim aus direkt hinein in das Naturschutzgebiet. Doch zu sehen gab es da erst einmal nichts außer viele Bäume, die ihr Grün auch eher für den Sommer zurück hielten. Mit unterschiedlichen Erwartungen hatten sie die Wanderung angetreten. „Ich möchte einfach mal das Gebiet kennenlernen, das früher ja immer zu war, und dabei an der frischen Luft sein und andere Leute treffen“, verriet Vera Heinrich. Für die Jüterbogerin und ihren Mann war es, wie für viele andere, nicht die erste Wanderung.

Nach knapp 30 Minuten im zügigen Tempo gab es dann zwar die ersten Tiere zu sehen, doch sonderlich spannend fand die vorbeiziehenden Wildgänse niemand. Wer die Augen offenhielt, konnte allerdings schnell die ersten Fährten entdecken. Waren es zu Anfang nur ein paar Eichhörnchentapsen wurden es später Abdrücke von Wildschweinen, Rehen und Hirschen. Sogar an den angefressenen Baumrinden konnten die Wanderer die Anwesenheit der Wildtiere erkennen.

Für den Leiter der Wandergruppe Andreas Hauffe standen dennoch ganz andere Spuren im Mittelpunkt. „Ich hoffe etwas vom Wolf zu finden“, erklärte er. „Eine Sichtung ist bei so vielen Leuten aber leider unwahrscheinlich.“ Die Geduld der Gruppe zahlte sich tatsächlich schnell aus, denn auf einer Kreuzung fanden sich nicht nur Abdrücke im Sand sondern auch mehrere Losungen des Wolfes. „Hier in diesem Gebiet gibt es derzeit ungefähr zwei Wölfe, die sich fest hier und auf dem Heidehof aufhalten“, wusste der Experte zu berichten. Das Gebiet sei sogar groß genug für ein ganzes Rudel. Im vergangenen Sommer hatte man sogar zwei ausgewachsene Wölfe mit sechs Welpen dort gesichtet, wo am Sonntag die Wanderer entlanggingen.

Mit diesen Entdeckungen hatte sich die Tour nicht nur für den Wolfsexperten gelohnt, der oft Losungen für Untersuchungen aus dem Gebiet mitnimmt. Auch Vera Heinrich und andere Wanderer freuten sich über den Fund. „Ich bin auch hier, weil ich etwas mehr über den Wolf, der hier lebt, erfahren wollte.“

Doch die knapp 13 Kilometer des Wanderweges hielten noch mehr Entdeckungen bereit. Andreas Hauffe kennt das Gebiet seit 20 Jahren und bezeichnet es inzwischen sogar als sein „Zuhause“. So war es für ihn ein Leichtes die Gruppe zu einem der 20 Winterquartiere für Fledermäuse zu führen. Von außen schien das ehemalige Maschinenhaus zwar eher marode und unscheinbar, aber für die nachtaktiven Tiere bietet es viele Vorteile. „Die Wände sind meterdick, sodass der Frost nur langsam hindurch kommt“, erklärte Andreas Hauffe. Es befinden sich derzeit vier verschiedene Arten in dem Gebäude, berichtete er. Selbst hineinschauen durften die Wanderer allerdings nicht.

Zum Abschluss der geführten Wanderung wurde es dann wieder etwas weniger spektakulär. Entlang einiger Wolfs- und anderer Wildtierspuren ging es zurück zum Treffpunkt kurz vor Neuheim, wo das Fazit positiv ausfiel. „Mir hat die Wanderung sehr gut gefallen“, resümierte Vera Heinrich. Besonders die Erklärungen und anschaulichen Bilder von Andreas Hauffe hätten ihr dabei gefallen. (Von Victoria Barnack)

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