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Teltow-Fläming Wildpark: Kaufvertrag geplatzt
Lokales Teltow-Fläming Wildpark: Kaufvertrag geplatzt
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18:30 12.02.2013
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BARUTH/MARK

. Eine Bedingung dafür war, dass alle Flurstücke, auf denen sich das beliebte Touristenziel befindet, bis Ende Januar lastenfrei sind. Diese konnte jedoch nicht erfüllt werden. Das liegt nach MAZ-Informationen hauptsächlich an der Hartleibigkeit des Fürstenhauses zu Solms-Baruth, das für einige Grundstücke Restitutionsansprüche gestellt hat beziehungsweise ein Vorkaufsrecht besitzt.

Dass Solms der Kernpunkt des Problems ist, bestätigte die Stadtverwaltung gegenüber MAZ indirekt. Justiziar Michael Linke wollte nur bestätigen, dass „der Vertrag in seiner jetzigen Form nicht vollzogen werden kann, weil die Lastenfreiheit der Grundstücke nicht hergestellt wurde“.

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Darum hatte sich insbesondere Wildpark-Betreiber Frithjof Banisch bemüht, der sich mit dem Verkauf seines Wildparks an die Stadt aus Altersgründen schrittweise zur Ruhe setzen möchte. Aber er scheint am Widerstand der fürstlichen Grundstücksverwaltung gescheitert zu sein. Banisch war gestern nicht zu erreichen.

Die Stadt werde trotzdem weiterhin versuchen, eine Lösung zu finden, betonte Linke im Namen von Bürgermeister Peter Ilk. Einzelheiten wolle man noch nicht nennen und zunächst intern in den Gremien beraten. Heute tagt zum Beispiel der Hauptausschuss, in dessen nichtöffentlichem Teil das Thema zur Sprache kommen wird.

Etwas mitteilungsfreudiger ist Jörg Stubbe. Der Steuerberater, eifriger Befürworter des Erhalts des Wildparks und Mitglied der Linksfraktion in der Stadtverordnetenversammlung, ist weiterhin optimistisch. Seiner Meinung nach würde es ausreichen, wenn die Stadt nur die nicht belasteten Grundstücke kauft. Außerdem habe er einen anderen Investoren an der Hand, der gerne in das Wilpark-Projekt einsteigen würde. Bedingung: Die Stadt steht weiterhin hinter dem Projekt. „Es liegt also in der Hand der Stadtverordneten, den Bürgerwillen umzusetzen“, sagt Jörg Stubbe. Ursprünglich hatte die SVV im vergangenen Jahr ein finanzielles Engagement zur Rettung beziehungsweise zum Kauf des Wildparks abgelehnt. Ein Einwohnerantrag führte aber zu einem Meinungswechsel. Das wurde noch begünstigt durch unvorhersehbare Mehreinnahmen an Gewerbesteuern, weil die Kommunalaufsicht des Landkreises eine Kreditaufnahme der Stadt zum Kauf des Wildparks nicht genehmigt hätte.

Dass die Stadt ohne die Rechtssicherheit unbelasteter Grundstücke den Kaufvertrag nicht vollziehen kann, versteht Stubbe. Mit Hilfe des neuen Investors und dem Verzicht auf den Kauf der belasteten Grundstücke entstünde aber eine Win-Win-Situation, so Stubbe: „Die Stadt spart Geld und der Wildpark bleibt erhalten. Ich sehe nicht ein, warum das nicht klappen sollte.“ (Von Hartmut F. Reck)

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