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Teltow-Fläming Windenergie: 1,69 Prozent
Lokales Teltow-Fläming Windenergie: 1,69 Prozent
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18:57 28.01.2013
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NIEDERGÖRSDORF

. Der Bau- und der Hauptausschuss haben dies in den vergangenen zwei Wochen empfohlen, ohne das Papier vorliegen zu haben.

„Wir sind mit der zweiten Änderung des Flächennutzungsplanes wieder in der Startphase“, sagte Bauamtsleiterin Claudia Neumann dem Bauausschuss. Derselbe Anlauf war vor zwei Jahren schon einmal an formellen Fehlern gescheitert. Nun wurden gleich die Veränderungen eingearbeitet, die sich auch aus der Neuauflage des Regionalplanes Havelland-Fläming ergeben.

Neben diversen Detailänderungen, die einzelne Ortsteile betreffen (siehe Info-Kasten), gilt das Hauptaugenmerk der Windkraft. Dazu sei speziell ein Fachgutachten neu erstellt worden, erläuterte die beauftragte Planerin Kathrin Bruckbauer. „Wir können harte und weiche Tabuzonen festlegen“, sagte sie. „Harte“ Tabus für Windkraft sind demnach Naturschutzgebiete, Lebenräume geschützter Vögel wie Trappe oder Weißstorch, bestimmte Wälder, und der festgelegte „Freiraumverbund“, der sich bis nach Dahme erstreckt.

„Weiche“ Tabus, um den Windanlagenbau einzuschränken, kann die Gemeinde selbst festlegen – aber nur nach messbaren Kriterien. Dazu zählen laut Bruckbauer Schattenwurf und Lärm durch Windräder. wovon Ortsteile und Splittersiedlungen nicht belastet werden sollen. So errechnet sich ein Mindestabstand von 1126 Meter zu Wohnbereichen. Zudem soll der Flächennutzungsplan einen Mindestabstand von 500 Metern zu Straßen, Skate- und Radwegen sowie ein Bauverbot auf landwirtschaftlichen Beregnungsflächen festschreiben.

„Damit steht ein Windeignungsgebiet von 347 Hektar zur Verfügung. Das entspricht 1,69 Prozent der Gemeindefläche“, resümierte Bruckbauer. Es befindet sich an der Gemeindegrenze zu Treuenbrietzen zwischen Lindow, Danna und Eckmannsdorf. Der Regionalplanentwurf sieht an dieser Stelle ein Gebiet von mehr als 400 Hektar vor.

Windräder in anderen Gemeindebereichen wären damit untersagt – auch auf der Fläche in der Nähe von Rohrbeck, für die sich eine Grundeigentümer-Initiative stark macht. Bereits stehende Windräder dürfen bleiben, aber nicht erneuert werden.

Im Bauausschuss traf der als Computerpräsentation vorgestellte Planentwurf überwiegend auf Zustimmung. „Ich kann ihn guten Gewissens der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung empfehlen“, sagte Ausschussvorsitzender Frank Bruckbauer (SPD). Widerspruch kam nur von Wolfgang Loof (Bürgergemeinschaft), der dem Ausschuss nicht angehört. Aus seiner Sicht wurden nicht alle Festlegungen des Regionalplanes eingearbeitet. Außerdem verlangte er mehr Zeit für die Gemeindevertreter. So sollten auch die Einwendungen, die Behörden beim ersten Anlauf zur Planänderung mitgeteilt hatten, deutlich werden. Loof hofft, dass die Verwaltung den Planentwurf noch von der Tagesordnung der Gemeindevertretung nimmt, die morgen um 19 Uhr in Niedergörsdorf tagt. (Von Alexander Engels)

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