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Teltow-Fläming Zellendorf hat nach 18 Jahren einen Regionalbahn-Anschluss
Lokales Teltow-Fläming Zellendorf hat nach 18 Jahren einen Regionalbahn-Anschluss
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18:26 15.12.2013
So einen vollen Bahnsteig wie gestern zur Eröffnung wird es in Zellendorf künftig eher selten geben. Quelle: Martina Burghardt
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Somit hatte der Sonntag und somit der Tag der Fahrplanumstellung schon seinen feierlichen Moment – und zugleich seinen lustigen: Die Fahrplanauskunft für Smartphones zeigte den Ausfall des RE5 an, den außer den Zellendorfern und Niedergörsdorfs Bürgermeister Wilfried Rauhut auch Landtagsabgeordnete Sieglinde Heppener und Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (beide SPD) empfangen wollten.

Für den neuen Haltepunkt Zellendorf hatte vor allem der Bürgermeister Beharrlichkeit bewiesen. Seit dem Jahr 2000 setzte er sich bei Bahn, Landesregierung und Verkehrsverbund dafür ein. Ob es ein lohnendes Unterfangen war, wird sich an den Fahrgastzahlen messen lassen.

Kurze Bauzeit

Im September begann der Bau des neuen 140 Meter langen und knapp drei Meter breiten Bahnsteigs, abseits des alten Bahnhofs.

290000 Euro kostete der Ausbau, dafür gab es 90 Prozent Fördermittel, zehn Prozent teilten sich Gemeinde und Kreis.

Der Übergang zu den Zügen ist barrierefrei. Einen Fahrkartenautomaten gibt es nicht, dafür eine Unterstellmöglichkeit und Sitzgruppen.

Täglich gibt es von der Station Zellendorf aus 20 Abfahrten unter der Woche und 18 an Wochenenden.

Im nächsten Jahr wird die Gemeinde einen Parkplatz mit 20 Stellflächen bauen.

Dem Minister hatte Wilfried Rauhut bei der MAZ-Osterwanderung in Gölsdorf 2010 die Notwendigkeit des Vorhabens in aller Ausführlichkeit geschildert. Nun schob er einen Wunsch hinterher: den Stundentakt. Denn im Moment hält die Regionalbahn nur alle zwei Stunden. Das würde vor allem den Berufspendlern entgegenkommen, die bislang in Jüterbog ihre Autos abstellten, um mit dem Zug weiterzufahren, wie Ortsvorsteher Horst Ehrenberg bestätigte.
Zu den Gästen zählten gestern sowohl Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) als auch Hans Marx. Der ehemaligen Mitarbeiter des Verkehrsministeriums veranlasste 1995 die Schließung des Haltepunktes. Drei Minuten Fahrzeit mussten damals auf der Strecke eingespart werden, deswegen sollte eine Haltestelle wegfallen, in Frage kamen Linda, Zellendorf oder Oehna. Kurz darauf erkannte Marx die Auswirkungen und riet dem Bürgermeister, sich für die Reaktivierung einzusetzen.
Unter denjenigen, die sich über den Halt der ersten Züge in Zellendorf freuten, waren die Betreiber des Flugplatzes Oehna/Zellendorf. Sie rechnen mit mehr Berlin-Besuchern, die nun bequem mit der Bahn anreisen können. Knapp eine Stunde beträgt die Fahrzeit in die Hauptstadt.

Am Luckenwalder Bahnhof bekam man von dem Spektakel nicht viel mit. Große Problemen wegen des Fahrplanwechsels waren dort aber auch nicht zu erkennen. Elke Plettau aus Berlin hatte im Internet nachgeschaut, was sie wohl erwarten würde. „Nur gut, dass ich mich vorher informiert habe, denn hier wird nirgends irgendetwas bekannt gegeben“, berichtete sie. Ingolf Fröhlich wusste gestern gar nichts vom Fahrplanwechsel. Er fährt täglich von Luckenwalde nach Berlin und verlässt sich darauf, dass ihm Wichtiges schon erzählt wird. Allerdings kritisiert er die ständigen Preiserhöhungen.

Sandra Schmidt aus Luckenwalde hofft, dass sich die Bahn Pünktlichkeit angewöhnt. Sie ist mit ihren Söhnen Jason und Niclas oft mit Zügen unterwegs und hat schon viele Verspätungen erlebt.

Von Martina Burghardt und Margrit Hahn

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