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Zossen 1000 Besucher beim Militärfahrzeugtreffen
Lokales Teltow-Fläming Zossen 1000 Besucher beim Militärfahrzeugtreffen
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00:22 01.05.2019
Die Besucher des Militärfahrzeugtreffens konnten an den beliebten Ausfahrten teilnehmen. Quelle: Frank Nerlich
Wünsdorf

Am Sonnabend trafen in Wünsdorf mehr als 1000 Besucher auf 200 alte Militärfahrzeuge. Der Himmel war leicht bedeckt, die Straßen noch feucht vom nächtlichen Regen. „Zum Glück!“, sagte Kuno Schulze, Organisator vom Ural-Team Babelsberg. Die hohe Waldbrandgefahr hätte das 21. Militärfahrzeugtreffen fast vereitelt. Zusammen mit Werner Borchert, dem Chef der Bücherstadt Wünsdorf plante Schulze auch die diesjährige Veranstaltung, inzwischen eine Institution auf dem historischen Gelände der Bunkerstadt.

Rund 1000 Besucher kamen am Sonnabend nach Wünsdorf, um 200 alte Militärfahrzeuge anzuschauen.

Die ersten Fahrzeuge reisten mit ihren Besatzungen am Freitag an. Weitere Technik fuhr Samstagvormittag im Sekundentakt auf das Gelände. Der ehemalige Sportplatz in der Bunkerstadt war schnell vollgeparkt. Die Besitzer haben die Autos aufwendig und liebevoll, oftmals bis ins letzte Detail restauriert. Trabant Kübel und russische UAZ-Geländewagen reihten sich neben großen Ural-, Tatra- und MAN-Lastwagen. Interessant waren die Dnepr- und Molotow-Motorräder, oder die von MZ und BMW. Die Besatzungen hatten sich ihren Fahrzeugen angepasst. Sie waren in den Uniformen in der Zeit ihrer alten Fahrzeuge gekleidet. Einige Besucher machten mit. So sah man sowjetische Soldatinnen, deutsche Marine-Admirale oder finnische Unteroffiziere in ihren Feld- oder Paradeuniformen.

Treffen haben Tradition

Ständig fuhren Fahrzeuge im Schritttempo los, um mit den Besuchern auf der dafür angelegten Geländestraße zu fahren. Die Luft dröhnte geradzu vom Brummen der Motoren. Alles lief geordnet. Für die Versorgung gab es Stände mit Steak, Bratwurst oder Suppe aus der Gulaschkanone. Der Trödelmarkt gleich neben dem Fahrzeugpark bot für die Bastler Zubehör, aber auch Ausrüstungen und Uniformteile. Beschallt wurde das Treffen mit Marschmusik aus verschiedenen Ländern. Werner Borchert betonte in seiner Durchsage die Sicherheit für die Veranstaltung. Die Geländestraße durfte nicht von Personen betreten werden. Natürlich wies er auch auf die Bunkerführungen hin, die auf den höheren Andrang eingerichtet sind.

2006 begann Borchert zusammen mit Kuno Schulze, die Fahrzeugtreffen zu organisieren. Das Ural-Team suchte nach Unterstellmöglichkeiten und so ergab sich das Treffen. „Das Interesse für alte Militärtechnik ist ungebrochen groß. Hier sind keine Militaristen, sondern Fans ihrer alten Fahrzeuge, die sich freuen, ihre Oldtimer vorstellen zu können“, betonte Borchert. Die Besucher kämen, um das zu sehen. Es finde ein ständiger Erfahrungsaustausch statt. Wehrmachtsuniformen seien nicht erwünscht. „Ein friedliches Treffen von vernünftigen Menschen, die sich austauschen wollen. In die extreme Ecke wollen wir nicht gestellt werden“, sagt Borchert.

Viele Aussteller sind regelmäßig dabei

Kuno Schulze vom Ural-Team wird dieses Jahr achtzig Jahre alt. Der ehemalige Defa-Leiter wirkt frisch, kennt fast jeden Aussteller, hat immer einen flotten Spruch parat. „Die ersten Treffen waren schlecht organisiert. Die Strecke hat nicht funktioniert. Wir haben das mit fünf Leuten aus dem Ural-Team übernommen“ sagt er. Das Ural-Team besitzt W50- und Ural-Lkws, Geländewagen und einige Motorräder. „Viele Aussteller kommen jedes Jahr wieder nach Wünsdorf. Die Fahrstrecke ist schön, man kann sich austoben“, meint Schulze. „Die Veranstaltung ist offen. Hier kann man auch mit seinem Traktor oder Buggy vorbeikommen“, und „es macht einfach Spaß, in der alten Technik zu wühlen“. Das ist offenbar seine Motivation, die jung hält.

Von Frank Nerlich

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