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Zossen Begehrte Immobilien in „verbotener Stadt“
Lokales Teltow-Fläming Zossen Begehrte Immobilien in „verbotener Stadt“
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05:05 25.08.2018
Verkauft, aber noch nicht saniert: „Weißes Haus“ in Wünsdorf. Quelle: Foto: Pechhold
Wünsdorf

Visionen und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. So verhält es sich mit der Vision des Vereins „ICEC“ von einer internationalen Campus-Öko-Stadt in Wünsdorf. „Rund die Hälfte der dafür beanspruchten 80 Hektar großen Flächen ist schon verkauft oder für ernsthafte Interessenten reserviert“, sagt die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B).

 Mitte Juni stellte „ICEC“ das Projekt „Wünsdorf 3000“ öffentlich vor. Kern ist die Schaffung eines Kompetenzzentrums, in dem vermittelt wird, wie man weltweit Probleme in Krisengebieten lösen kann. Von einer modellhaften Öko-Stadt für 10 000 Menschen ist die Rede. „Seit der Projektvorstellung hat sich niemand bei der EWZ gemeldet“, so Schreiber. Das Kürzel EWZ steht für Entwicklungsgesellschaft Waldstadt Wünsdorf/Zehrensdorf. Geschäftsführerin ist Birgit Flügge. Ihre Aufgabe ist es, seriöse Investoren für die Grundstücke und Gebäude in der einst von den sowjetischen Streitkräften hermetisch abgeriegelten „verbotenen Stadt“ zu werben.

Aktuell Bauanträge für 655 Wohnungen

 Von den ursprünglich 538 Hektar großen Grundstücken seien mehr als 75 Prozent vermarktet worden, so Schreiber. Obwohl es eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge und Asylbewerber in Wünsdorf gibt, sei die Immobilien-Nachfrage gleichbleibend gut. 2017 und 2018 verkaufte die EWZ Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 318.000 Quadratmeter und 120 Wohneinheiten. Seit Bestehen der EWZ sind rund 1700 moderne Wohnungen in alten Plattenbauten und Kasernen entstanden. Zurzeit liegen Bauanträge für 655 Wohnungen vor.

Bereits 2014 wurde das ehemalige Stabsgebäude der sowjetischen Streitkräfte – das „Weiße Haus“ – verkauft. Das denkmalgeschütze Gebäude liegt nur 30 Meter Luftlinie von der Erstaufnahmestelle entfernt. Aktueller Eigentümer ist der Hannoveraner Immobilien-Konzern Dolphin Trust. Ursprünglich waren dort Eigentumswohnungen im gehobenen Preissegment geplant. Noch hat sich nichts getan. „Der Investor ist nach wie vor an der Sanierung interessiert“, sagt Bürgermeisterin Schreiber. Genau gegenüber wartet auf der anderen Seite der Hauptallee das ehemalige Haus der Offiziere noch immer auf einen Käufer. „Da gab es in der vergangenen Zeit mehrere Interessenten“, so Schreiber. Aber erst in diesem Jahr habe sich ein Unternehmer bei ihr vorgestellt, der auch über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügt beziehungsweise das Geld beschaffen kann. „Diese Immobilie ist noch nicht verkauft, aber für jemand reserviert, der ein ernsthaftes Projekt auf den Tisch gepackt hat“.

Von Frank Pechhold

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