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Zossen Die evangelische Kirche ist jetzt mit E-Antrieb unterwegs
Lokales Teltow-Fläming Zossen Die evangelische Kirche ist jetzt mit E-Antrieb unterwegs
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17:40 02.10.2019
Superintendentin Katrin Rudolph und Marco Mehlhorn mit dem ersten rein elektrischen Dienstwagen des evangelischen Kirchenkreises. Quelle: Victoria Barnack
Luckenwalde

„Aus Verantwortung“ steht in grünen Buchstaben auf dem neuen Dienstwagen von Superintendentin Katrin Rudolph. Genau die will der evangelische Kirchenkreis Zossen-Fläming übernehmen – und zwar vor allem außerhalb des Gotteshauses. In dieser Woche hat der Kirchenkreis sein erstes, rein elektrisch angetriebenes Dienstfahrzeug in Betrieb genommen.

„Aus Verantwortung“: Dieses Statement ist dem evangelischen Kirchenkreis wichtig. Quelle: Victoria Barnack

„Nachdem 2017 bereits drei Kleinbusse für Gruppenfahrten angeschafft worden sind, wird mit dem neuen Elektrofahrzeug ein weiterer Schritt unternommen, die CO2-Bilanz des Kirchenkreises zu verbessern“, erklärt Pressesprecher Friedemann Düring.

„Verantwortung gegenüber der von Gott geschaffenen Welt“

Der Hintergrund ist sogar in der Bibel festgehalten. Dort ist von der „Verantwortung gegenüber der von Gott geschaffenen Welt“ die Rede. Klimaschutz ist für den evangelischen Kirchenkreis Zossen-Fläming, der von Niedergörsdorf im Süden bis nach Bestensee (LDS) im Norden reicht, also quasi eine Selbstverständlichkeit. „Über die Anschaffung eines E-Autos gab deshalb auch gar keine Diskussionen bei uns“, sagt Katrin Rudolph.

Ein wenig kennt sich die Superintendentin schon aus. Das Ladekabel liegt im Kofferraum. Quelle: Victoria Barnack

Die Superintendentin war schon vor dem rein elektrisch betriebenen Dienstwagen klimafreundlich unterwegs. „Ich fahre Hybrid“, erzählt sie am Rande der Fahrzeug-Übergabe. „Ich habe auch bisher schon versucht, so oft und so weit wie möglich im E-Modus zu fahren“, sagt sie.

Ein wenig umgewöhnen wird sie sich trotzdem müssen. Bevor sie den neuen Dienstwagen am Mittwoch aus Luckenwalde abholte, hatte sie sich vorsorglich informiert, wo es Ladesäulen gibt. Ihr Nissan Leaf hat eine Reichweite von 250 Kilometern.

Katrin Rudolph und Marco Mehlhorn tauschen sich über ihre Erfahrungen mit E-Autos aus. Quelle: Victoria Barnack

In Teltow-Fläming mangelt es genau an diesen E-Tankstellen aber noch. Der evangelische Kirchenkreis will auch bei diesem Aspekt Verantwortung übernehmen. An ihrem Sitz in Zossen soll es bald eine eigene Ladestation geben, die mit Ökostrom betrieben wird.

Unterstützung bekommt der Kirchenkreis bei diesem Vorhaben von der eigenen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Dort gibt es nämlich eigens ein Umweltbüro.

„Wünschen uns bessere Lade-Infrastruktur“

„Wir würden uns wünschen, dass es bald eine bessere Lade-Infrastruktur gibt“, sagt Rudolph und hofft künftig beispielsweise auf kommunale Initiativen gemeinsam mit regionalen Stromanbietern.

Den Wunsch der Superintendentin kann auch Marco Mehlhorn aus Luckenwalde unterschreiben. Seine „Werbefactory“ hat den Nissan Leaf mit dem Logo des Kirchenkreises und dem Schriftzug verschönert. Auch Mehlhorn fährt Hybrid. „Obwohl wir inzwischen viele Auto bekleben und folieren: Aufträge an reinen E-Autos sind noch immer die Ausnahme“, sagt er.

Von Victoria Barnack

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