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Zossen Eine eiserne Truhe gibt Rätsel auf
Lokales Teltow-Fläming Zossen Eine eiserne Truhe gibt Rätsel auf
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00:23 18.04.2019
Die gusseiserne Schatztruhe stand irgendwann in der Kirche. Das Gemälde von Abraham Bloemaert stammt aus dem Jahr 1640.
Diederdorf

Wenn der Besucher in Diedersdorf auf den Altar zugeht, entdeckt er eine gusseiserne Schatztruhe mit schweren Beschlägen. Obwohl in einem Gotteshaus aufbewahrt, ist die schwarze Schatzkiste mit goldenen Teufelsköpfen verziert. In der Mitte steckt ein Schlüssel. Dreht man ihn um und öffnet die Truhe, findet sich in ihrem Inneren – nichts. Diese Truhe ist so geheimnisvoll, dass nicht einmal die Kirchenältesten wissen, wie und wann sie dorthin kam. Sie stand einfach schon immer an ihrem Platz und niemand weiß, warum.

Bekanntes Gemälde eines niederländischen Malers

Im Gegenteil dazu ist der zweite Schatz sehr wohl bekannt. Es handelt sich um das Gemälde „Die Anbetung der Hirten“ des niederländischen Malers Abraham Bloemaert (1564 bis 1651) aus dem Jahr 1640. Dieses sehr wertvolle alte Stück zeigt die Krippe mit dem Kind, rechts Maria und links knieend ein junger Hirte. Während der Hirte in Anbetung versunken ist, beäugt ein neben ihm an der Krippe stehender Ochse das Kind. Dessen Herr hat sich nämlich dem hinter Joseph knieenden Alten zugewendet, der seinen Blick gen Himmel richtet.

Gemälde in der Dorfkirche in Diedersdorf Quelle: Katja Reiser

Ein geradewegs vom Himmel herabkommender Engel präsentiert der vor dem Bild versammelten Gemeinde Mutter und Kind. Das Licht des geöffneten Himmels beleuchtet die Szene der Anbetung des Kindes. Die Helligkeit des Himmels würde uns blenden, wäre sie nicht durch eine Wolke gefiltert, vor der Engelkinder schweben. Das Engelkind direkt über der Krippe trägt ein Schriftband mit der Aufschrift „Gloria In Excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe). Ein heller Schein unter der Wolke links fesselt den Blick des Betrachters, der jenseits der efeubewachsenen Stallmauer-Öffnung visionsartig die Verkündigung an die Hirten schaut.

Abraham Bloemaert wurde im Jahr 1564 als Sohn eines Bildhauers und Architekten in Gorinchem geboren. Sein malerisches Handwerk erlernte er in Utrecht. Werke von ihm befinden sich hauptsächlich im Fine Arts Museum of San Francisco, in den Galerien von Berlin und im Louvre in Paris.

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