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Zossen Freiwillige Feuerwehr Dabendorf feiert hundertjähriges Bestehen
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17:29 30.08.2019
Hunderte Menschen waren Mitte August dabei, als die Dabendorfer Feuerwehr mit sämtlichen Zossener Ortswehren einen Umzug vom Bahnhof Dabendorf zum Festplatz in der Straße Zum Königsgraben veranstalteten. Quelle: Frank Gittel
Dabendorf

Ein Tisch in der Dabendorfer Feuerwehrwache ist übersät mit Geschenken: Diverse Einkaufsgutscheine, ein grüner Feuerwehrschlauch und ein extra angefertigtes Windspiel verdeutlichen, dass kein Mitglied der Feuerwehr, sondern die Freiwillige Feuerwehr Dabendorf beschenkt wurde.

Die Präsente nahmen Ortswehrführer Ralf Rupprecht und Stellvertreter Thomas Wickert nach den Feierlichkeiten Mitte August entgegen, als Dabendorfs Feuerwehr zusammen mit allen Ortsfeuerwehren der Stadt Zossen sowie der Feuerwehr Groß Machnow ihr hundertjähriges Bestehen mit einem Festtag gefeiert hat.

„Das war ein Höhepunkt in der Geschichte unserer Feuerwehr“, sagt Ralf Rupprecht. Auch wenige Wochen nach der Feier erinnert sich der 58-Jährige gerne an den Tag zurück, der die rund 30 Aktiven der Feuerwehr seit August 2018 beschäftigt hat.

Anlässlich des hundertjährigen Bestehens war am 17. August auch eine Fahnenweihe Teil der Feierlichkeiten. Quelle: Frank Gittel

Festumzug bewegt Ortswehrführer

Zum Start der Feierlichkeiten veranstalteten insgesamt zwölf Feuerwehren vom Bahnhof Dabendorf zum Festplatz in der Straße Zum Königsgraben einen Festumzug. „Dass dort alle Zossener Wehren und die Kollegen aus Groß Machnow mitgemacht haben, war überwältigend. Da sind mir beim Umzug die Tränen gekommen“, erinnert sich der Ortswehrführer.

Bei den Feierlichkeiten waren Hunderte zu Besuch in Dabendorf. Nicht nur für den Umzug, sondern ebenso für die Stadtmeisterschaft der Zossener Feuerwehren, die am selben Tag stattfand. Auch Feuerwehrtechnik und -fahrzeuge konnten Besucher inspizieren oder die Umgebung in 50 Metern Höhe aus dem Personenkorb eines Krans begutachten.

Ralf Rupprecht (li.) und Thomas Wickert (re.) sind derzeit die dienstältesten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf. Beide sind schon Jahrzehnte Teil der Feuerwehr. Quelle: Fabian Lamster

Auf unterschiedliche Weise zur Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf

Dabei sind Ralf Rupprecht und Thomas Wickert auf unterschiedlichen Wegen zur Dabendorfer Feuerwehr gekommen. „Horst Lösche, der Sohn des ersten Dabendorfer Wehrführers, kam auf der Arbeit auf mich zu und fragte, ob das nicht etwas für mich wäre“, erinnert sich Ralf Rupprecht. Am 1. September ist er 39 Jahre Teil der Feuerwehr Dabendorf.

Thomas Wickert erinnert sich ebenfalls gut an seine Anfänge im Jahr 1981: „Wenige Tage nach meinem 18. Geburtstag bin ich der Feuerwehr beigetreten, in der schon mein Vater war. Als er aus gesundheitlichen Gründen aufhörte, war für mich klar: Du machst mit und trittst seine Nachfolge an.“

In der Stammrolle der Feuerwehr Dabendorf haben sich bis heute alle Feuerwehrmänner und -frauen eingetragen. Sie ist auf den 24. Oktober 1919 datiert. Sie ist eines der wenigen historischen Dokument aus 100 Jahren Dabendorfer Feuerwehrgeschichte, nachdem 1945 die Gemeindebaracke abgebrannt war, in der sich sämtliche Unterlagen der Feuerwehr befanden. Quelle: Fabian Lamster

Einsätze zehren an Dabendorfer Feuerwehrmännern

Als Feuerwehrmänner haben beide Momente erlebt, die sich in ihr Gedächtnis gebrannt haben. Bei Einsätzen, bei denen Menschen von Zügen getötet wurden, bei Autounfällen starben oder als sie Kinder aus einem Teich retteten, von denen eines bleibende Schäden davontrug. „Die Einsätze mit Kindern zehren. Vor allem, wenn man die Menschen kennt, die man rettet“, erzählt Thomas Wickert.

Nicht nur Menschen brauchten schon ihre Hilfe. Ralf Rupprecht erinnert sich, wie er zu einem Einsatz startete, der nur 50 Meter von der Wache entfernt war. „Eine Katze war in einen Glascontainer gefallen und eine Dabendorferin rief uns aufgrund des Miauens. Wenig später war die Katze wieder in Freiheit.“

Wie lange die Feuerwehrwache in Dabendorf bereits steht, wissen Ralf Rupprecht und Thomas Wickert nicht. Ein Foto von 1912 zeigt aber bereits Feuerwehrmänner vor dem Gebäude. Quelle: Fabian Lamster

Einmal sei einer Zossenerin auch ein kostspieliger Vogel entflogen, den sie retten sollten. Und als die Feuerwehrtechnik vor Ort und die Drehleiter bereit war, setzte dieser sich auf die Schulter eines Feuerwehrmannes – und konnte der Zossenerin übergeben werden.

Diesen Wunsch haben die Leiter der Dabendorfer Feuerwehr für die Zukunft

Ralf Rupprecht und Thomas Wickert sind stolz auf die Feuerwehr Dabendorf und sehen sie für die Zukunft gewappnet: Sie sind froh über den Fuhrpark und die Technik, die ihnen zur Verfügung steht sowie ihre Einsatzkleidung, die auf dem neuesten Stand sei.

Und die Jugendfeuerwehr, die dieses Jahr ihren 20. Jahrestag hat. „Drei Jugendliche sind dieses Jahr von der Jugendfeuerwehr in unser Einsatzteam gekommen. So kann es weitergehen“, findet Ralf Rupprecht.

Zum 100. Geburtstag wurde die Dabendorfer Feuerwehr unterschiedlich beschenkt: Von der Feuerwehr Wünsdorf gab es einen grünen Wasserschlauch. Auch der Dabendorfer Karnevalsverein, die Zossener Schützengilde sowie die Feuerwehr Groß Machnow überreichten Geschenke. „Nicht nur die Unterstützung von Stadtverwaltung und Dabendorfern war großartig, sondern genauso die Geschenke", sagt Ortswehrführer Ralf Rupprecht. Quelle: Fabian Lamster

Wenn er einen Wunsch für die Feuerwehr frei hätte, wäre es eine neue Feuerwehrwache. Wann die aktuelle gebaut wurde, können die Leiter der Dabendorfer Feuerwehr nur vermuten. Auf einem Foto von 1912, das in der Wache hängt, steht das Spritzenhaus in Triftstraße bereits.

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