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Zossen Fünf Waldbrände an einem Tag in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald
Lokales Teltow-Fläming Zossen Fünf Waldbrände an einem Tag in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald
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19:06 25.04.2019
In der Nähe von Wünsdorf stand auf 3,3 Hektar der Waldboden in Flammen. Quelle. Privat
Dahmeland-Fläming

Jetzt hat die Waldbrandsaison richtig begonnen: An vier Stellen im Landkreis Teltow-Fläming und einem weiteren Bereich in Dahme-Spreewald stand am Donnerstag Wald in Flammen. Entdeckt wurden viele der Feuer über die Waldbrand-Beobachtungskameras des Landesforstbetriebs.

Zwei Feuer bei Wünsdorf

Auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Wünsdorf entwickelte sich am frühen Nachmittag ein Waldbodenbrand auf einer Fläche von etwa 3,3 Hektar, wie der Zossener Stadtbrandmeister Stefan Kricke sagte. 80 Feuerwehrleute aus den Städten Zossen und Baruth waren dort bis in die Abendstunden im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen.

Kurz nach dem ersten Brand entdeckten die Waldbrand-Kameras der Landesforst einen weiteres Feuer an der L 74 zwischen Wünsdorf und Töpchin, in der Nähe der als „Todeskurve“ bekannten 90-Grad-Kurve. Die Feuerwehren aus Zossen waren nur kurz an dieser 5000 Quadratmeter großen Brandstelle und übergaben die Löscharbeiten kurze Zeit später an die Feuerwehr Mittenwalde, die diesen Brand unter Kontrolle brachte. Es sei ungewöhnlich, dass sich so früh im Jahr eine so große Zahl von Waldbränden entwickle, sagte Kricke.

Zwei Feuer zwischen Kummersdorf-Gut und Schöneweide

Ebenfalls in nur geringem Abstand befanden sich zwei weitere Brände im Wald zwischen Kummersdorf-Gut und Schöneweide in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Ein Feuer hatte eine Fläche von etwa 400 Quadratmetern, berichtete der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel.

Waldbrand zwischen Kummersdorf-Gut und Schöneweide Quelle: privat

Ein Flugzeug hatte einen 500 Quadratmeter großen Brand am alten Sperenberger Flugplatz entdeckt, so der Bürgermeister der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, Stefan Scheddin (parteilos), der selbst vor Ort war. Feuerwehren aus Woltersdorf, Hennickendorf, Stülpe, Gottow und Luckenwalde brachten die Flammen schnell unter Kontrolle. Nur wenige Minuten später hätte es fatal werden können, so der Bürgermeister. Zwei Probleme habe es bei dem Einsatz gegeben: Zum einen, den Brandherd überhaupt zu finden und ihn dann zu löschen, denn wegen der Munitionsbelastung dürfen die Feuerwehrleute die Wege nicht verlassen. Scheddin kritisierte, dass die Wege zum Teil nicht freigeschnitten gewesen seien.

Brand bei Groß Köris

Dass sich an beiden Stellen die Brände in so kleinem Abstand entwickelt hatten, beunruhigte den Waldbrandschutzbeauftragten des Landes, Raimund Engel. „Das ist fast schon unheimlich“, sagte Engel am Nachmittag. In Dahme-Spreewald wurden die Feuerwehren aus dem Amt Schenkenländchen und der Umgebung am Nachmittag zu einem Feuer im Wald bei Groß Köris gerufen. Der Brandherd befand sich dort östlich der B 179, in der Nähe des Abzweigs Richtung Groß und Klein Köris. Etwa 1000 Quadratmeter standen dort in Flammen, hieß es am Abend von der zuständigen Leitstelle Lausitz in Cottbus. Auch diesen Brand konnten die Einsatzkräfte bis zum Abend löschen.

Waldbrand bei Groß Köris, gesehen vom Beobachtungspunkt Hammer Quelle: Landesbetrieb Forst

Von Carsten Schäfer

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