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Zossen In Dabendorf soll eine der modernsten Schulen Brandenburgs entstehen
Lokales Teltow-Fläming Zossen In Dabendorf soll eine der modernsten Schulen Brandenburgs entstehen
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10:04 02.05.2019
Eine von zwei Kapseln zementierte Gesamtschulleiter Dirk Zobywalski mit Schülern in die Bodenplatte. Quelle: Fabian Lamster
Dabendorf

Am Montagnachmittag wurde in Dabendorf die Grundsteinlegung des neuen Gesamtschulgebäudes gefeiert.

In der Straße Zum Königsgraben, rund einen Kilometer vom derzeitigen Standort der Geschwister-Scholl-Gesamtschule entfernt, versammelten sich hunderte Schüler auf der bereits gelegten Bodenplatte des künftigen Schulgebäudes, um diesem besonderen Moment beizuwohnen.

Thomas Kosicki, Geschäftsführer der Zossener Wohnungsbaugesellschaft (ZWG) sprach von einer „unwürdig langen Dauer“, die allen Beteiligten des Neubaus bis zu diesem Moment abverlangt wurde.

Neben Architektenplänen, Euros und schwedischen Kronen kam auch eine MAZ in die Kapsel, die wenig später in der Bodenplatte zementiert wurde. Quelle: Fabian Lamster

Neue Gesamtschule in Dabendorf: Optimallösung für ZWG-Geschäftsführer

Denn eigentlich sollte die neue Gesamtschule in Dabendorf längst stehen. Da der Landkreis Teltow-Fläming der Stadt Zossen die Kreditaufnahme untersagte, verzögerte sich das Vorhaben – eben bis im November 2018.

Weil der Landkreis Teltow-Fläming die Kredite für den Neubau in Dabendorf ablehnte, verzögerte sich das Projekt, was für jede Menge Ärger und Enttäuschung sorgte. Als Erinnerung auch daran wurde bei der Grundsteinlegung ein Banner mit der Aufschrift "Danke für nichts an Rot-Rot Brandenburg" aufgehangen. Quelle: Fabian Lamster

Dann wurde neben der ZWG mit der schwedischen Immobiliengesellschaft Hemsö ein Investor gefunden, der bereit war, das Bildungsprojekt zu stemmen: In den kommenden Monaten soll in Dabendorf für mehr als 40 Millionen Euro eine der modernsten Schulen Brandenburgs entstehen.

„Der Neubau ist die Optimallösung für uns: Wir müssen einerseits keine Kompromisse mit dem alten Schulgebäude eingehen und andererseits nicht den Schulbetrieb stoppen. Gleichzeitig entsteht ein komplett neuer Bildungs-, Sport- und Kulturstandort für Zossen“, legte ZWG-Geschäftsführer Kosicki dar.

Auch ein erster Entwurf einer Luftaufnahme des neuen Schulkomplexes machte bei der Grundsteinlegung die Runde. Ein Exemplar hält Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber hier in den Händen. Quelle: Fabian Lamster

Warum sich Zossen über Neubau der Gesamtschule freuen kann

Auch Michaela Schreiber (Plan B), Bürgermeisterin von Zossen, war froh, mit der Grundsteinlegung den nächsten Schritt des Bauprojekts einzuläuten: „Es ist die größte Investition, die wir in Zossen jemals in eine Bildungseinrichtung investiert haben“, sagte die Bürgermeisterin.

Wie viel der Neubau genau kostet, konnte sie nicht sagen. Bis zu einer Summe von 45 Millionen sei die Finanzierung aber abgesichert.

So soll das Areal mit Schulgebäude und Mehrzweckhalle am Ende aussehen. Quelle: Plafond Group

Dafür konnte Michaela Schreiber schon sagen, worauf sich nicht nur die Schüler, sondern ganz Zossen freuen kann: „Hier entsteht neben der Schule auch ein Mehrzweckgebäude mit Mensa und Aula sowie gleichzeitig der größte Veranstaltungssaal der ganzen Stadt.“ Dabei sei sie optimistisch, dass die Bauarbeiten zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 beenden sind.

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Was mit dem alten Gebäude der Gesamtschule passiert

Auch Schulleiter Dirk Zobywalski war zur Grundsteinlegung gekommen und zementierte zusammen mit Schülern eine Kapsel in die Bodenplatte: „Ich habe schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass der Neubau doch noch gelingt“, sagte der 50-Jährige.

ZWG und Hemsö übernehmen die Kosten des Baus der neuen Gesamtschule in Dabendorf, der bis spätestens 2022 fertiggestellt sein soll. Quelle: Fabian Lamster

Dass es nun doch klappt, liegt insbesondere an der Unterstützung des schwedischen Unternehmens Hemsö, das in Schweden und Finnland bereits 130 Schulen gebaut hat und mit der Gesamtschule in Dabendorf den ersten Schulbau in Deutschland umsetzt.

Was mit dem jetzigen Schulgebäude in der Triftstraße passieren soll, steht ebenfalls bereits fest: „Sobald die Gesamtschule ins neue Gebäude umgezogen ist, wird das jetzige Schulgebäude saniert. Dort soll danach die Dabendorfer Grundschule unterkommen“, sagte Bürgermeisterin Michaela Schreiber.

Von Fabian Lamster

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