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Zossen Synode beschließt Sollstellenplan
Lokales Teltow-Fläming Zossen Synode beschließt Sollstellenplan
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16:29 24.11.2019
Die Synode des Kirchenkreises Zossen-Fläming traf sich im Luckenwalder Kreishaus zur Herbsttagung. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Rund 29.000 Mitglieder zählt der Evangelische Kirchenkreis Zossen-Fläming. Dessen Kirchenparlament, die Kreissynode, traf sich am Sonnabend zur traditionellen Herbsttagung. Rund 70 von 90 Synodalen waren im Luckenwalder Kreishaus zusammengekommen – in der aktuellen Zusammensetzung zum letzten Mal. Denn nach den jüngsten Gemeindekirchenratswahlen wird sich auch die Kreissynode zum Frühjahr 2020 personell teilweise neu zusammenfinden. Etwa die Hälfte der Synodalen sind ehrenamtlich Engagierte, die aus den Gemeindekirchenräten ins Parlament entsandt werden.

Der Präses der Synode, Nico Steffen. Quelle: Elinor Wenke

Der Haushalt 2020 hat ein Volumen von rund 6,7 Millionen Euro und damit etwas mehr als in diesem Jahr. Musikalisch bunter soll es in den nächsten Jahren in den Kirchen zugehen. Denn zum Abschluss der Legislaturperiode beschloss die Synode auf Antrag des Kirchenmusikkonvents die Einrichtung einer Projektstelle für Popularmusik. Für die Dauer von maximal sechs Jahren sollen vier Viertelstellen für Schlagzeug, Gitarre, Keyboard und Gesang geschaffen werden.

Koordinator Johannes Rathgeber

Johannes Rathgeber, Kirchenmusiker in Dahme, wird das Projekt koordinieren. „Wir wollen professionelle Musiker finden, die einerseits in einer Art Band zusammenspielen und mehr Popmusik in die Kirchen bringen“, sagte der 44-Jährige.„Andererseits sollen Jugendliche und andere selbst die Möglichkeit haben, ein Instrument oder Gesang professionell zu lernen. Der Bedarf ist enorm.“ Die Stellen sollen im kommenden Jahr ausgeschrieben werden.

Kontroverse Debatte

Nicht ganz so harmonisch verlief die Debatte zum überarbeiteten Sollstellenplan 2020 bis 2022. So ist unter anderem vorgesehen, in den Pfarrsprengeln Bardenitz-Dobbrikow sowie Woltersdorf-Jänickendorf (Region 5) perspektivisch die beiden Pfarrstellen von jeweils einer Vollstelle auf je 75 Prozent zu reduzieren. Als sogenannte kw-Stellen sollen sie nicht sofort reduziert werden, sondern erst, wenn der Stelleninhaber wechselt.

Pfarrer Bernhard Hoppe Quelle: Elinor Wenke

Die beiden Pfarrer Bernhard Hoppe und Matthias Wolf wehrten sich dagegen und brachten im Namen ihrer Kirchenältesten Änderungsanträge ein. „Wir befürchten eine sinkende Anzahl der Gottesdienste und weniger seelsorgerische Dienste für Ältere“, sagte Bernhard Hoppe. „Und wir wollen nicht hinnehmen, dass sich die Kirche aus dem ländlichen Raum zurückzieht.“

Pfarrer Matthias Wolf Quelle: Elinor Wenke

Matthias Wolf bemängelte zudem, dass er erst mit der Einladung zur Synode Kenntnis von der beabsichtigten Stellenreduzierung erhalten habe.

Nach kontroverser Diskussion beschloss die Synode dennoch mit großer Mehrheit den vom Strukturausschuss vorgelegten Stellenplan. Pfarrer Wolf verließ daraufhin aus Protest die Tagung.

Von Elinor Wenke

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