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Zossen Kussfreiheit und Ententanz
Lokales Teltow-Fläming Zossen Kussfreiheit und Ententanz
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19:03 03.02.2019
Der wilde Fasching des KC Schöneiche wurde ein rundum vergnüglicher Abend für alle Beteiligten und Besucher. Quelle: Marina Ujlaki
Zossen

Die Schöneicher können richtig feiern, so wie man es sich zur Faschingszeit in unseren Breiten vorstellt. Sicher auch deshalb gehört der Zossener Ortsteil Schöneiche zu den Gemeinden in der Region, wo zur fünften Jahreszeit traditionell die Narren den Ton angeben und ausgiebig Karneval feiern. Am Samstag war das Zossener E-Werk fest in ihrer Hand, der Karnevalsverein KC Schöneiche hatte zur Abendveranstaltung eingeladen.

Neben den Narren aus Schöneiche waren auch viele feierfreudige Gäste aus der Umgebung gekommen, die in den traditionellen Narrenruf „Schöneiche Helau!“ einstimmten. Die Akteure des KC Schöneiche ließen es sich nicht nehmen, auch die karnevalistischen Rituale und Zeremonien zu pflegen, vom Einmarsch der Garde und des Prinzenpaares, Torsten I. und Anja II., über das Präsentieren der Vereinsfahne, die Vorstellung des Elferrates und die Verkündung der Prinzengesetze bis zur Eröffnung der Kussfreiheit durch die närrischen Hoheiten.

Ob Männerballett, Funkengarde oder Büttenreden – beim Faschingsspektakel gab es alles, was zur fünften Jahreszeit dazu gehört.

Das über zweistündige Programm gestalteten die Mitglieder des Schöneicher Karnevalsvereins, dabei boten sie sowohl Sehenswertes als auch Spaßiges im bunten Wechsel. So gab es den traditionellen Gardetanz, die „Sugarbabes“ zeigten 50er- Jahre-Rock, die Gruppe „Spektakel“ einen irischen Tanz und die coolen Männer der „Billy Boys“ erfreuten vor allem die anwesende Damenwelt mit sportlichen Einlagen zu Filmmusik aus den 1990ern. Nachdem schon in der Programmpause fleißig getanzt wurde, hielt es auch beim „Ententanz“ kaum noch jemanden auf den Stühlen.

Einige Faschingsfreunde hatten säckeweise Konfetti mitgebracht, dazu regnete es die kleinen Schnipsel ab und zu auch aus der Konfetti-Kanone. Und so entwickelte sich der Abend zur fortgeschrittenen Stunde zu einer wahren Papierschlacht zwischen trinkenden oder tanzenden Weihnachtsmännern, Elfen, Cowboys, Hexen, Matrosen oder Harlekinen. Für noch mehr Abwechslung sorgten außerdem die Büttenreden, Gesangseinlagen und Sketche.

Auch ein zünftiges Männerballett fehlte nicht. Die mehr oder weniger beleibten Herren gaben in kurzen Flatterröckchen und mit brünetten Schüttelfrisuren ihr Bestes und brachten die Stimmung zum Kochen. „Seit den Sommermonaten haben wir uns vorbereitet, fast jede Woche geprobt“, berichtete Sandy Heide, Präsidentin und Vereinsvorsitzende des KC. „Das Tanzen ist das Schönste am Karneval und ein guter Ausgleich“, sagte sie, die schon als Kind dabei war und nun ihre Begeisterung an Jüngere weitergibt. „Zu unserem Verein gehören über 60 Erwachsene und rund 40 Kinder“, erzählte Sandy Heide. „Fünf unserer Garde-Mädchen haben vor einigen Tagen mitgemacht, als in Falkensee 111 Tänzerinnen einen neuen Weltrekord im Gardetanz aufgestellt haben.“

Mit der Veranstaltung am vergangenen Wochenende ist für die Narren aus Schöneiche die Saison aber noch nicht beendet. Nächste Höhepunkte sind am 9. und 10. Februar nachmittags der Kinderfasching und am Abend des 9. Februars eine weitere Faschingsparty für alle bereits ausgewachsenen Narren.

Von Marina Ujlaki

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