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Zossen Letzte Party im E-Werk
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05:01 02.01.2019
Prosit Neujahr! DJ Nik Page (l.) und Ex-Pächter Roman Beiler stoßen im E-Werk letztmals gemeinsam auf das neue Jahr an. Quelle: fotos (4): frank Pechhold
Zossen

Die letzte Silvesterparty im Zossener E-Werk ist vorbei, nun herrscht Katerstimmung. Vielleicht geht bald die Party an einem anderen Veranstaltungsort ab. Allerdings nicht mit dem scheidenden Pächter Roman Beiler, sondern dessen ehemaligem Event-Partner Manuel Hammer. „Wir gehen seit kurzem geschäftlich getrennte Wege“, so Beiler. „Ich wollte einfach die letzten beiden Veranstaltungen im E-Werk nicht mehr mitmachen. Mit diesem Kapitel habe ich abgeschlossen“, sagte Hammer am Neujahrstag der MAZ.

Vor sechs Jahren pachtete Roman Beiler das E-Werk-Café. Lange Zeit richtete der Berliner gemeinsam mit Hammer Familienfeiern, Tagungen, Abiball-Vorfinanzierungspartys und Comedy aus. Ebenso Discos, Konzerte, Talk-Runden mit Politgrößen wie Claudia Roth (Bündnis 90/Grüne) und Gregor Gysi (Linke), 80er-Partys mit Nik Page.

Page: „Das ist ein unglaublicher Aderlass“

Der gebürtige Blankenfelder legte auch in der Silvesternacht auf. Mit dem E-Werk verbinde er viele schöne Erinnerungen. Beispielsweise an ein Konzert mit seinem Klassik-Projekt „Songs of Lemuria“, so Nik Page. Natürlich sei er traurig darüber, dass das seine letzte 80er-Party in dieser für die Region einzigartigen, professionellen Konzert-Location gewesen sein soll. „Das ist ein unglaublicher Aderlass.“

„Wir haben Veranstaltungen für ein breit gefächertes Publikum angeboten, die dankbar angenommen wurden“, so Ex-Pächter Roman Beiler. Ohne die Verständigungsschwierigkeiten zwischen E-Werk-Eigentümer Holger Krause und der Stadt Zossen hätte er selbstverständlich weiter gemacht.

Veranstaltungshalle wird zum Aktionsraum

Krause hatte Beiler zum Jahresende gekündigt. Der von ihm geleitete, vor 25 Jahren gegründete Verein „Kulturkraftwerk Zossen“ vollzieht einen Kurswechsel und fährt die öffentlichen Veranstaltungen ab 2019 runter. Bisher gab es im Schnitt 20 von der Vereinsmitgliedern ausgerichtete Live-Veranstaltungen pro Jahr. Die bisherige Veranstaltungshalle wird zum Aktionsraum, der anderen Vereinen und Institutionen aus Zossen und Umgebung zur Verfügung steht. Beispielsweise kann der Karneval Club Schöneiche wie bisher dort proben.

Aus dem E-Werk in die Kalkschachtöfen. Dieses Ziel peilt Manuel Hammer an. Sollte sich die Stadt Zossen zur Sanierung des Industriedenkmals Kalkschachtöfen entschließen, würde er gern diese neue Kulturstätte betreiben. Vorerst wolle er Veranstaltungen in einer noch nicht spruchreifen Übergangs-Location fahren. „Da hapert es nur noch an einer Genehmigung“, sagte Hammer. Sobald die Genehmigung vorliege, mache er weiter. „Vielleicht schon im Februar.“

Von Frank Pechhold

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