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Zossen Vorschläge für besseren Verkehrsfluss
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05:33 17.11.2018
Problemzone Baruther Hauptstraße: Dies ist der Vorschlag der Stadt, um den Verkehr an dieser Stelle flüssiger zu machen. Quelle: Foto: Stadt Baruth
Baruth

Widerrechtlich parkende Pkw und baulich bedingte Hindernisse behindern den fließenden Verkehr auf der Baruther Hauptstraße und nerven die Anwohner. Dieser Zustand soll sich ändern. Ordnungsamtsleiter Uwe Böttcher machte dazu Donnerstagabend konkrete Vorschläge im städtischen Hauptausschuss. Nach langem Hin und Her scheint sich nun eine Lösung abzuzeichnen.

„Wir haben kein Parkplatzproblem, sondern ein Bequemlichkeitsproblem“, sagte Böttcher. Diese These untermauerte er in seiner Powerpoint-Präsentation mit Fakten und Zahlen. Untersucht wurde die Verkehrssituation an der Hauptstraße (Bundesstraße 96) und in ihren Nebenstraßen. Insgesamt sind hier 178 öffentliche Parkmöglichkeiten ausgewiesen. Diese befinden sich in der Handwerkergasse (36), am Ernst-Thälmann-Platz (34), an der aktuell auf Tempo 30 begrenzten Hauptstraße (30), auf dem Schlossplatz (25), in der Schulstraße (4) am Walter-Rathenau-Platz (2) sowie in den Seitenbereichen (47). Untersuchungen zu verschiedenen Tageszeiten hätten ergeben, dass die Parkplätze durchschnittlich zu 40 Prozent belegt waren, sagte Uwe Böttcher. „Es ist gut zu wissen, dass es genügend Parkplätze gibt“, so Marlies Patzer (Liste Ortsteile Baruth/LOB). Theoretisch müsste also kein Auto den Verkehrsfluss beeinträchtigen. Praktisch sieht das ganz anders aus. „Es ist einfach nur die Bequemlichkeit der Leute, vor Fleischer, Bäcker oder anderen Geschäften zu parken“, sagte Patzer.

Verkehr im Stadtzentrum stockt oft

Allerdings stockt der Verkehr im Stadtzentrum nicht nur wegen der bequemen Parker. Auch bauliche Mängel seien daran schuld, so Ordnungsamtsleiter Böttcher. Beispielsweise sind viele Gullideckel etwas abgesackt. Zudem ist die Hauptstraße an der engsten Stelle gerade mal 5,30 Meter breit. Hier können zwei Schwerlasttransporter nicht gefahrlos aneinander vorbeifahren. Kleine Staus sind deshalb an der Tagesordnung. „Solche Situationen erlebe ich fast jeden Morgen im Berufsverkehr“, schilderte Tilo Kannegießer (LOB) seine Erfahrungen. „Wenn die großen Transporter bremsen und wieder anfahren, werden die meisten Schadstoffe in die Luft gejagt“, verwies Michael Ebell (Die Linke) auf den Feinstaub-Abrieb der Autoreifen. „Wir werden sehen, dass wir an dieser engen Stelle gemeinsam mit dem Straßenlastträger eine Aufweitung hinbekommen“, so Böttcher.

Das Thema Schwerlasttransporte für das Industriegebiet Bernhardsmüh und deren Folgen bleibt also ein Dauerbrenner in Baruth. Nicht zuletzt, weil Verkehrslärm und Luftverschmutzung sowie die Erschütterung durch den Lkw-Verkehr nach Ansicht vieler Bürger die Bausubstanz angreifen. Dafür habe er den Blick schärfen wollen, so Uwe Böttcher. Um die Belastungen für Anwohner der Hauptstraße und ins Stocken geratene Autofahrer zu verringern, unterbreitete der Ordnungsamtsleiter einen Donnerstag mit dem Straßenverkehrsamt besprochenen Lösungsvorschlag. Böttcher zufolge könnte man von der Ernst-Thälmann-Straße bis zum Ende Hauptstraße eine Zone mit eingeschränktem Halteverbot einrichten. Halten sei hier höchstens für drei Minuten erlaubt, zweistündiges Parken mit Parkscheibe werktags von 7 bis 18 Uhr auf dafür gekennzeichneten Flächen. „Da müsste man aber auch wirklich kontrollieren, ob sich alle daran halten“, warf Marlies Patzer ein. Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) sprach sich für so eine Zone aus. „Wir sollten den Stadtverordneten eine entsprechende Beschlussempfehlung geben“, sagte der Verwaltungschef. „Dann können wir dieses Thema in der nächsten Sitzung abschließen und nach dem Beschluss die entsprechenden Verkehrsschilder aufstellen lassen“, pflichtete ihm Tilo Kannegießer bei.

Von Frank Pechhold

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