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Zossen Lebensgefahr bei Bad im HSK-Kiessee-Bereich
Lokales Teltow-Fläming Zossen Lebensgefahr bei Bad im HSK-Kiessee-Bereich
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00:31 27.05.2018
HSK-Geschäftsführer Mario Wersig warnt ungebetene Badegäste vor dem Betreten des Horstfelder Firmengeländes. Quelle: foto: Frank Pechhold
Horstfelde

Ungebetene Badegäste am falschen Ufer des Horstfelder Kiessees begeben sich in Lebensgefahr. Trotzdem sieht Mario Wersig immer wieder solche. Eindringlich warnt der Geschäftsführer deshalb vor dem Betreten des Betriebsgeländes der Horstfelder Sand und Kies GmbH & Co.KG (HSK).

Hinweisschilder, Zäune, natürliche Barrieren aus Sand und Baumwurzeln schrecken Leichtsinnige nicht ab. „Bei schönem Wetter haben wir Leute, die meinen, sie müssten hier ihre Ruhe finden und baden“, so Wersig. Selbst werktags betreten vor allem junge Leute mit Badezeug, Zelten und Rucksäcken das abgesperrte Gelände. Wenn Mario Wersig das sieht, spricht er die Betroffenen an. „Manche sind einsichtig und wechseln auf die andere Seite des Kiessees.“ Gegen drei Euro Eintritt kann man dort am Strand des Wakeboard- und Wasserskiparks gefahrlos baden. Andere wiederum wollten sich den Eintritt sparen. Da bekomme er Antworten wie „No risk, no fun“ (Ohne Risiko kein Spaß) zu hören, sagt Wersig kopfschüttelnd. „Wir fördern Kies und Sand aus dem bis zu 20 Meter tiefen See“, so Wersig. Infolge dessen rutscht Rohmaterial nach. Wann Böschungsteile absacken, kann niemand vorhersagen.

Wasserskipark-Betreiber beobachtete gewaltigen Erdrutsch

Wasserskipark-Betreiber Andreas Leonhardt beobachtete so einen Erdrutsch bereits. Erst habe er so etwas wie Meeresrauschen gehört, dann hätten heftige Wellen den See in Wallung gebracht. „Schließlich brach eine rund 100 Meter breite Sandwand ab. Das war wie in einem Katastrophenfilm.“ Leonhardt kann es daher nicht nachvollziehen, dass sich Leute mutwillig auf der Böschung aufhalten oder im Kiessee baden. „Das ist lebensgefährlich!“ Einige Eindringlinge zelten zudem und zünden unweit des Kiefernwaldgürtels Lagerfeuer an. „Dabei haben wir hier fast den ganzen Frühling und Sommer über hohe Waldbrandwarnstufen“, so Mario Wersig. Um Brände zu verhindern, rücke die Feuerwehr oft an.

Sowohl mit zeltenden Zündlern und ungebetenen Badegästen, als auch Anwohnern der Förderanlage sucht Wersig weiter das Gespräch. „Wenn man Probleme hat, kann man jederzeit gerne auf mich zu kommen.“

„Das ist keine Gülle, sondern Reststoff aus einer Biogasanlage.“

Ein Problem schilderte MAZ-Leser Dietmar Geister per Mail. Die HSK habe rings um die Kiesgrube einen schwarzen klebrigen Schlamm dick versprüht. „Der Konsistenz und dem Gestank nach könnte es sich um Gülle handeln.“ Einerseits sei die Geruchsbelästigung für die Anlieger schwer zu ertragen. Andererseits habe er Zweifel, ob dies ökologischen Gesichtspunkten entspricht. „Das ist keine Gülle, sondern Reststoff aus einer Biogasanlage“, so Mario Wersig. Diesen natürlichen Dünger bringe man auf Flächen auf, die rekultiviert werden sollen. Geplant sei, Bäume zu pflanzen und so einen natürlichen Übergang vom Wasser zum Kiefernwald zu schaffen.

www.HSK-Horstfelde.de; www.wasserskipark-zossen.de

Von Frank Pechhold

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