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Zossen Fazit für 2019: Weniger Arbeitslose in Teltow-Fläming
Lokales Teltow-Fläming Zossen Fazit für 2019: Weniger Arbeitslose in Teltow-Fläming
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15:02 29.11.2019
Auf Jobbörsen und Ausbildungsmessen wie hier in Potsdam können Arbeitssuchende das passende Angebot finden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Luckenwalde

Damit hatten selbst die Experten der Arbeitsagentur und des Jobcenters nicht gerechnet: Teltow-Fläming schließt die Arbeitslosenstatistik des Jahres 2019 aller Voraussicht nach mit einem Rekordtief ab.

Bei 4,2 Prozent liegt die Arbeitslosenquote derzeit im Landkreis. Schon im Vorjahr gab es diesen Wert. Bei mehr Einwohnern im Landkreis sind die absoluten Zahlen aber noch einmal gesunken.

„Historischer Tiefstand in Luckenwalde

Zum ersten Mal steuern die beiden Bezirke Zossen und Luckenwalde zum Jahresende auf jeweils unter 2000 Arbeitslose zu. „Im Süden ist die Quote mit 5,6 Prozent sogar auf einem historischen Tiefstand“, sagt Marko Naue, Leiter der Arbeitsagentur in Luckenwalde. „Und Zossen hat mit 3,3 Prozent noch immer den niedrigsten Wert in unserem Agenturbereich, der bis nach Potsdam und Brandenburg reicht.“

Sandra Leffler vom Jobcenter und Marko Naue von der Agentur für Arbeit in Luckenwalde werten die Statistik jeden Monat aus. Quelle: Margrit Hahn

Naue selbst ist überrascht und begeistert von den Werten in Teltow-Fläming. „Von den bundesweiten, aktuell schlechten Nachrichten zur Konjunkturlage bemerken wir hier noch nichts“, sagt er.

Dennoch: Noch längst nicht alles ist im wirtschaftlich stärksten Landkreis des Ostens rosig. „Bei den Jugendlichen und bei den ausländischen Arbeitslosen hatten wir im November wieder leicht steigende Zahlen“, erklärt der Geschäftsstellenleiter. „Das legt nahe, dass es sich hier im dieselben Personen handelt.“

Positiv: Weniger Langzeitarbeitslose

Für den positiven Trend in der Statistik sorgen in Teltow-Fläming vor allem die Langzeitarbeitslosen. Denn von ihnen gibt es immer weniger – im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es 233 Personen. „Wir haben gute Möglichkeiten, diese Menschen engmaschig und individuell zu betreuen“, erklärt Sandra Leffler, Vize-Chefin des Jobcenters. „Das zahlt sich aus.“

Zahlen und Fakten

3860 Arbeitslose sind derzeit in Teltow-Fläming gemeldet. Das sind 58 weniger als im Oktober und 21 weniger als im November 2018.

Menschen über 50 Jahre machen den größten Anteil aus. Im Vergleich zum November 2018 sind heute genauso viele von ihnen arbeitslos, nämlich 1570 Personen.

Die Luckenwalder Geschäftsstelle betreut aktuell 1911 Arbeitslose. Gemeldet sind im Süden gleichzeitig nur 538 freie Stellen. In beiden Aspekten sind es circa 120 weniger als im November 2018.

Die Zossener Geschäftsstelle verzeichnet mit 1949 Arbeitslosen ähnlich viele wie der Süden. Im Norden gibt es aber weitaus mehr freie Stellen: Derzeit sind es 1667.

Gesucht werden Fach- und Hilfskräftevor allem in folgenden Bereichen: Metallbe- und -verarbeitung, Logistik, Reinigung, Verkauf und in der Gesundheitsbranche.

Damit diese Entwicklung auch 2020 weiter anhält, wollen Arbeitsagentur und Jobcenter den Fokus weiter auf die Qualifizierung setzen. Das Credo: Offen sein für Neues. das sowohl für den Arbeitslosen als auch für ihre Betreuer gelten. „Unsere Kollegen im Jobcenter werden derzeit zusätzlich ausgebildet“, berichtet Leffler. Bei Naue in der Agentur für Arbeit wurde ein hohes Budget für die Qualifizierung angelegt.

Mehr Azubis vermittelt als 2018

Gute Nachrichten schreibt derweil auch der Ausbildungsmarkt. Für ihn liegt jetzt bereits die komplette Jahresstatistik vor, denn abgerechnet wird da schon im Oktober. „Im Vergleich zum Vorjahr haben mehr Arbeitgeber einen Azubi gefunden“, berichtet Naue „Ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis.“

Schüler können sich inzwischen auf Ausbildungsmessen direkt an ihrer Schule Informationen, wie hier an der Oberschule in Dahme. Quelle: Andreas Staindl

Obwohl mehr als 80 Ausbildungsplätze mehr gemeldet waren, blieben genauso viele davon frei wie schon 2018, nämlich genau 187 Stellen. „Die Zeiten, als sich die Arbeitgeber aus 100 Bewerbungen einen Auszubildenden aussuchen konnten, sind lange vorbei“, erklärt Naue. „Für die Jugendlichen ist das eine sehr komfortable Situation.“

Statistisch gesehen kamen auf jeden Suchenden in diesem Jahr 1,1 Ausbildungsplätze. Von den 1172 Bewerbern blieben lediglich 164 unversorgt. Das entspricht 13,9 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 14,7 Prozent und 2017 sogar 17 Prozent.

Von Victoria Barnack

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