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Zossen Die Bedeutung der Kreise
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15:19 03.02.2019
„Sichtweisen“ heißt dieses Objekt in der Ausstellung, das Michael. M. Heyers (links) besonders am Herzen liegt. Quelle: Jutta Brekeller
Wünsdorf

Kreise sollen die Besucher inspirieren. Präzise Konstruktionen, meist in kräftigen Farben. Rot dominiert. Denn Rot leuchtet am meisten, sagt Michael M. Heyers, der Künstler, der die Objekte und Installationen angefertigt hat. Es ist die erste Ausstellung der Wünsdorfer Neuen Galerie in diesem Jahr. „In diesen Kreisen“ ist sie betitelt, und sie zeigt Ungewöhnliches. Nichts, was dem Auge sofort gefällig ist, nichts, was man auf den ersten Blick mit eigenem Erleben verknüpft.

Was der in Kleinmachnow lebende Künstler in seinem Atelier in der Groß Glienicker Panzerhalle erschafft, hat jedoch viel mit dem Leben und unserer Zeit zu tun. So seine Installation „bloody olympics“, bei der er mit den olympischen Ringen experimentiert, die bei ihm zu Ellipsen werden, die nicht alle miteinander verschlungen sind. Hier will Heyers zeigen, welche negativen Auswirkungen die Spiele auf Menschen und Umwelt haben. „one world“ heißt eine andere Installation, bei der hölzerne Klötze wie eine Struktur aneinandergefügt sind und den eigentlich flächigen Kreis optisch gewölbt wirken lassen.

Heyers (l.) zeigte den Besuchern die Ausstellung. Quelle: Jutta Brekeller

Heyers’ Ellipsen und Kreise sind teilweise mit fluoreszierenden Farben unterlegt, die ihnen eine auraartige Ausstrahlung verleihen. Einige der Formen sind geschlossen, einige mehr oder weniger weit geöffnet, berühren sich oder sind weit weg von den anderen. Nichts ist bei seinen Kunstwerken zufällig. „Bei mir ist alles durchkonstruiert, vieles mathematisch berechnet“, sagt der Künstler. Selbst die Schatten, die seine Konstruktionen werfen, sind penibel berechnet.

Seit zehn Jahren arbeitet Heyers im Stil der konkreten Kunst, eine Kunstrichtung, die es seit 1924 gibt und die auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht. Keine Abstraktion, keine Symbolik, sondern Materialisierung des Geistigen in Form und Farbe.

Bis zum 17. März sind seine Arbeiten zu sehen

Bei der Vernissage am vergangenen Sonnabend hat Heyers’ Kunst sprachliche und musikalische Begleitung zweier ebenfalls in Kleinmachnow lebender Künstlerinnen. Die Klarinettistin Anna Lisa Mühlig interpretiert die Kunstwerke mit ihrer Musik. Die Stücke hat sie speziell für das jeweilige Objekt komponiert. Einige sind Improvisationen, für diesen Tag entstanden.

Die Laudatorin und Autorin Anke Mühlig indes gibt den Kunstwerken Sprache. Sie interpretiert zum Beispiel das „greenhorn“, das aus offenen Kreisfragmenten besteht, als Einladung, unvoreingenommen an die ausgestellten Kunstwerke heranzugehen. Die „rolls 6.8“ wiederum seien wie Finger, die in den Raum greifen.

Die Ausstellung in der Neuen Galerie, Gutenbergstraße 1 in Wünsdorf, ist bis zum 17. März zu sehen. Geöffnet ist donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Von Jutta Brekeller

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