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Zossen Tote Ehefrau aus Zossen: Mutmaßlicher Mörder hinterlässt Abschiedsbrief
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20:44 25.11.2019
Erst vor zehn Tagen hatte sich ein Straftäter in Untersuchungshaft das Leben genommen. Er soll seine von ihm getrennt lebende Frau getötet haben. In Teltow war ihre Leiche gefunden worden. Quelle: MAZ Archiv
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Zossen

Suizid in der Gefängniszelle: Rolls-Royce-Ingenieur René K. (50) sollte sich im Dezember vor dem Landgericht Potsdam wegen Mordes an seiner Frau Claudia K. (48) verantworten. Ein Mordprozess ohne Leiche, denn bisher fehlt immer noch jede Spur von der Bundesbankangestellten aus Zossen. Doch zum Prozess wird es nicht mehr kommen, René K. hat sich mit seinem Gürtel in seiner Zelle am Fenstergitter erhängt. Er hinterließ einen Abschiedsbrief. Hat er darin Hinweise auf den Aufenthaltsort von Claudia K. gegeben?

Der spektakuläre Fall: Claudia K. gilt seit dem 27. März 2019 als vermisst. Sie lebte von ihrem Mann René K. getrennt in einem Haus in Zossen. Beide haben eine gemeinsame Tochter (12). Claudia K. hatte die Tochter am Morgen noch in die Schule nach Groß Machnow gebracht. Am Nachmittag hätte sie gemeinsam mit René K. ein Treffen zu einem Schulgespräch in der Schule gehabt. Doch sie erschien nicht.

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Ihr noch Ehemann René K. meldete sie dann bei der Polizei als vermisst. Die Polizei machte eine Öffentlichkeitsfahndung, schickte ein Foto von Claudia K. an die Medien. Erfolglos, Claudia K. blieb verschwunden. Als der Ehemann René K. von der Polizei befragt wurde, verstrickte er sich in Widersprüche. Schnell geriet er als Tatverdächtiger ins Visier der Ermittler und wurde festgenommen.

Er hinterließ einen Abschiedsbrief

Aus dem Vermisstenfall wurde eine Mordanklage. Obwohl ihre Leiche nicht gefunden wurde, sind sich die Ermittler sicher: René K. hat seine von ihm getrennt lebende Frau umgebracht, weil sie die Scheidung wollte und die Vermögenswerte aufgeteilt werden sollten.

René K. saß seit dem 30. März in Untersuchungshaft, wartete in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Neuruppin-Wulkow auf seinen Prozess. Im Dezember 2019 sollte mit der Hauptverhandlung vorm Landgericht Potsdam begonnen werden. Die Mordanklage wurde unter dem Aktenzeichen 21 Ks 7/19 geführt.

Jetzt ist René K. tot. Er hat sich in der Nacht von Donnerstag zu Freitag in seiner Gefängniszelle in der JVA Neuruppin-Wulkow mit seinem Gürtel am Zellengitter des Fensters erhängt. Ein JVA-Bediensteter fand ihn am Freitag morgen. Neuruppins Staatsanwalt Torsten Sauermann: „Er hat einen Abschiedsbrief hinterlassen. Es wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, eine Obduktion der Leiche angeordnet.“

Was in dem Abschiedsbrief steht, wollte der Staatsanwalt nicht verraten. Nur soviel: „Ein Geständnis war es nicht.“ Die gemeinsame Tochter lebt inzwischen bei einer Pflegefamilie. Wenn es ein Geheimnis gab, hat es René K. wohl mit ins Grab genommen.

Es kommt immer wieder vor, dass sich Insassen in Untersuchungsgefängnissen das Leben nehmen. Erst am 16. November hatte sich der Häftling Theo D. (57) in der Untersuchungshaft in Brandenburg umgebracht. Der Bundestagsmitarbeiter stand im Verdacht, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau Gabriela D. (60) nach einem Streit in der Teltower Chopinstraße mit einem Messer getötet zu haben. Auch er wurde bei dem Streit verletzt und kam in eine Klinik, dann als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn wegen Totschlags.

Von Marlene Schmidt

Ein mutmaßlicher Mord ohne Leiche sollte im Dezember vor dem Landgericht Potsdam verhandelt werden. Die Ermittler waren sich sicher, dass Claudia K. (48) aus Zossen von ihrem Ex-Mann (50) umgebracht wurde. Nun hat sich der mutmaßliche Täter in seiner Gefängniszelle in der JVA Neuruppin das Leben genommen.

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