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Zossen Pfarrer: Kirchengemeinde Diedersdorf ist lebendig
Lokales Teltow-Fläming Zossen Pfarrer: Kirchengemeinde Diedersdorf ist lebendig
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00:23 18.04.2019
Pfarrer Karsten Weyer Quelle; Katja Reiser
Diedersdorf

Karsten Weyer ist Pfarrer in Diedersdorf. Er möchte endlich wieder eine richtige Orgel in seiner Kirche haben.

Herr Weyer, was liegt Ihnen und der Kirchengemeinde derzeit am meisten am Herzen?

Karsten Weyer: Eindeutig die Orgel. Das ist hier nämlich so eine Geschichte. Wer die Diedersdorfer Kirche besucht, sieht als erstes wunderschöne große Orgelpfeifen am Rande der Empore. Doch das ist nur noch der Prospekt, der als Zierde erhalten wurde. Sozusagen ein Orgel-Fake. Es gab hier eine alte Orgel von 1869, gebaut vom Berliner Orgelbaumeister Carl August Buchholz. Dieses Instrument konnte 1976 nicht mehr repariert werden; nur die Metallpfeifen wurden aufbewahrt. Seit 2003 haben wir eine kleine mechanische Ersatzorgel. Sie steht im Chorraum der Kirche, hat aber keinen schönen Klang. Nun wollen wir das ehrgeizige Projekt angehen, uns wieder eine richtige große Kirchen-Orgel anzuschaffen. Wir haben bereits Angebote eingeholt und werden bei um die 300 000 Euro liegen. 70 000 Euro haben wir gespart und hoffen nun auf Fördermittel aus Stiftung, Kommune und Kirche.

Was gibt es Besonderes an der Diedersdorfer Kirche?

Wir haben drei Glocken im Turm. Davon sind zwei ein Geschenk aus Heinersdorf und die dritte ist noch ein Original aus dem Jahre 1592. Die Kirchturmuhr, die bei uns sehr genau geht, ist gekoppelt mit den Glocken und schlägt jede halbe Stunde. Kurz vor den Gottesdiensten läuten die Glocken dann länger – das ist alles programmiert.

Wie gestaltet sich das Gemeindeleben?

Das ist hier sehr lebendig. Jeden Sommer fahren wir mit Jugendlichen ab 15 Jahren nach Frankreich zu einem ökumenischen Orden im Burgund. Wir haben Seniorenkreise, Konfirmandenunterricht, den Pfarrhaustreff und einen Kindergottesdienst. Überall helfen die Mitglieder der Kirchengemeinde. Das ist wichtig fürs Profil der Gemeinde. Sie lebt stark von ehrenamtlichem Engagement, schafft Konzepte, wie Kirche funktionieren kann. So wird unser „Chörchen“ mit mehr als 20 Sängern im Alter zwischen 30 und 60 Jahren ehrenamtlich geleitet, genauso wie eine Kinderband.

Und welche Aktivitäten gibt es noch bei Ihnen in der Kirchengemeinde?

Den Diedersdorfer Musiksommer natürlich. Von Mai bis Oktober haben wir viele Konzerte in unserer Kirche, die sehr gut besucht sind. Dann haben wir mal was Verrücktes gemacht und uns aus der Turmöffnung heraus abgeseilt. Das war eine Mutprobe auf dem Gemeindefest – für alle, die mitmachen wollten. Wenn man da oben in rund 14 Metern Höhe steht, ist das gar nicht so einfach. Meine Gemeinde versuche ich immer wieder zu überraschen. Neben dem Altar steht ja bei uns eine gusseiserne Schatztruhe. Jeder weiß, dass sie leer ist und beachtet sie nicht weiter. Zum Familiengottesdienst in der Erntedankzeit habe ich dann Äpfel aus dem Pfarrgarten hineingelegt und sie an alle verteilt. Das brachte Freude.

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Von Katja Reiser

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