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Zossen Rosa-Luxemburg-Straße behält ihren Namen
Lokales Teltow-Fläming Zossen Rosa-Luxemburg-Straße behält ihren Namen
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17:03 14.05.2019
Die Rosa-Luxemburg-Straße in Wünsdorf behält ihren Namen. Quelle: RR (Die Linke Zossen)
Zossen

Die Rosa-Luxemburg-Straße in Wünsdorf behält ihren Namen. Ein Investor, der an der Straße ein Wohngebiet entwickeln möchte, hatte vorgeschlagen, ein Teilstück der Straße in „Am Kaiserwäldchen“ umzubenennen. Der Vorschlag wurde jedoch von einer Mehrheit der Zossener Stadtverordneten abgelehnt.

Zuvor hatte es eine emotionale Debatte unter den Abgeordneten gegeben, weil sowohl Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) als auch mehrere Ausschüsse einer Umbenennung zustimmen wollten.

Das Argument der Befürworter: Ein etwa 250 Meter langes Stück der Rosa-Luxemburg-Straße würde den Namen behalten, weil nur der Bereich umbenannt werden soll, in dem neue Wohnungen entstehen sollen. Deshalb könne man dem Wunsch des Investors entsprechen.

Wie der Zossener Ortschronist Dieter Jungbluth erklärte, ist nie ein Kaiser in Wünsdorf gewesen, sondern nur kaiserliche Soldaten, die an einem Weltkrieg beteiligt waren. Der Leichnam Rosa Luxemburgs war jedoch im Jahr 1919 in Wünsdorf ganz in der Nähe der heutigen Rosa-Luxemburg-Straße obduziert worden. Deshalb wäre eine Umbenennung der Straße besonders „makaber“ gewesen, wie Jungbluth sagt.

Carsten Preuß, Fraktionsvorsitzender der Linken hatte sich auf der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten ebenfalls vehement für die Rosa-Luxemburg-Straße eingesetzt. Vor wenigen Monaten hatte sich der Todestag der Frauenrechtlerin zum 100. Mal gejährt. „Woanders wird der Todestag geehrt und wir wollen im gleichen Jahr ihre Straße in Am Kaiserwäldchen umbenennen? Schlimmer geht es nicht“, sagte er.

Bei der Abstimmung waren sechs Abgeordnete dafür, die Straße umzubenennen, zehn waren dagegen und sechs enthielten sich.

Von Jonas Nayda

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