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Teltow-Fläming: Vermehrt Wildunfälle auf Landstraßen

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15:39 28.01.2021
In den letzten Tagen häuften sich Wildunfälle, wie die Polizei berichtet.
In den letzten Tagen häuften sich Wildunfälle, wie die Polizei berichtet. Quelle: DPA
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Teltow-Fläming

In der Region kam es seit Dienstagabend vermehrt zu Wildunfällen, wie die Polizei berichtet. In der Nacht, kurz nach Mitternacht, stieß auf der Landesstraße 79, im Bereich Nudow / Philippsthal ein Reh mit einem Fahrzeug zusammen. Das Tier lief nach dem Zusammenstoß davon.

Noch davor am Abend kollidierte auf der Bundesstraße 101, im Bereich Jüterbog, ebenfalls ein Pkw mit einem Reh. Erneut auf der B 101, im Bereich Großbeeren-Abzweig Teltow, kam es gegen 18.46 Uhr zu einem Crash zwischen einem Fahrzeug und einem Waschbären. Das Tier verendete vor Ort an den Verletzungen, das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit. Auch auf der Kreisstraße 6926, im Bereich Bad Belzig, krachte es zwischen einem Pkw und einem Reh. In diesem Fall war das Tier so schwer verletzt, dass es von seinen Leiden mit einem Schuss erlöst werden musste.

Am Donnerstagmorgen kollidierte in Trechwitz ein Reh gleich mit zwei Autos. Nach dem ersten Zusammenstoß lag das Tier zunächst auf der Fahrbahn, rappelte sich dann jedoch auf und sprang gegen ein weiteres, gerade vorbeifahrendes Auto. Das Tier verschwand danach verletzt in der Wildnis.

In allen Fällen entstand ein Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen, Menschen wurden aber laut der Polizei glücklicherweise nicht verletzt.

Da die Anzahl an Wildunfällen in den letzten Tagen deutlich gestiegen ist, rät die Polizei erneut nachdrücklich dazu, auf Wildtiere zu achten und gerade in den Abendstunden, in den finsteren Nachtstunden und in der Dämmerung die Fahrgeschwindigkeit stets an die Sichtverhältnisse anzupassen, um Unfälle zu vermeiden.

Zudem wird empfohlen, bei Autofahrten in ländlichen Gegenden stets die Fahrbahnränder im Blick zu behalten. Rennt ein Wildtier auf die Straße oder befindet sich am Rande der Fahrbahn, solle man dringend abbremsen und besonders achtsam die Situation verfolgen. Verscheuchen lassen sich Tiere häufig mit der Hupe. Außerdem empfiehlt die Polizei, mit Abblendlicht zu fahren.

Sich selbst soll man jedoch nicht Gefahr bringen, deshalb gilt: Wenn ein Wildtier sich auf der Fahrbahn befindet, keine Ausweichmanöver versuchen! Diese gefährden die eigene Sicherheit und können am nächsten Straßenbaum enden.

Zudem sind Tiere häufig in Gruppen oder in Herden unterwegs. Wo also ein Tier ist, können auch noch weitere Tiere folgen.

Von MAZonline