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Zossen Tierheim-Streit: Alles für die Katz
Lokales Teltow-Fläming Zossen Tierheim-Streit: Alles für die Katz
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00:18 19.02.2019
Tierheim Zossen, Eingangsbereich
Tierheim Zossen, Eingangsbereich Quelle: Frank Pechhold
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Zossen

Der Tierheim-Streit in Zossen schwelt weiter. Aktuell sieht die Stadt keinen Bedarf für neue Vertragsverhandlungen mit dem Heimbetreiber „Aktion Tier“. Das stellte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) im Rechtsausschuss (RSO) klar.

Zum Jahresende kündigte der Tierheim-Verein „Schützende Hand“ den mit der Stadt geschlossenen Vertrag zur Aufnahme von Fundtieren. Vergeblich versuchte der Stadtverordnete Edgar Leisten (AfD), die Stadt zu neuen Verhandlungen zu bewegen. Seit Januar nimmt nur der zweite Vertragspartner – die Ludwigsfelder Tierpension Jagoschitz – Fundtiere auf.

Keine längere Wege für Finder

Drei Hunde und eine Katze seien im Januar in der Tierpension abgegeben worden, so Schreiber. Zwei Hunde konnten ihren Haltern übergeben werden. In allen Fällen hätten die Finder keine weiteren Wege als bisher in Kauf nehmen müssen. Schreiber zufolge sei in dem aktuellen Vertrag mit der Ludwigsfelder Pension geregelt, dass Fundtiere in Zossen abgeholt werden.

„Im Januar hat man dem Tierheim drei Mal Tiere einfach vor die Tür gelegt“, so Holger Knieling, Geschäftsführer der „Aktion Tier“ für Berlin und Umland. Er sei nach wie vor der Meinung, dass die mit der Stadt Zossen angestrebte Lösung möglich ist. Damit würde sich der Verwaltungsaufwand bei der Abgabe von Fundtieren verringern, so Edgar Leisten. „Welche Möglichkeiten einer neuen Vertragsfindung sieht der RSO?“, hakte er nach.

Blanke: „Atmosphärische Störungen“

Ordnungsamtsleiterin Stefanie Wegner zufolge gebe es keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr. Wegner verwahrte sich gegen den in einem Fachmagazin und auf der Internetseite des Tierheims veröffentlichten Beitrag „Geschichten aus der Provinz“. Momentan sehe sie keinen Grund für eine neue Ausschreibung, sagte Bürgermeisterin Schreiber.

Offenbar gebe es atmosphärische Störungen zwischen den ehemaligen Vertragspartnern, so der RSO-Vorsitzende Thomas Blanke (CDU). „Der Verein hat – salopp gesagt – die Schnauze voll gehabt und gekündigt.“ Eine Kündigung sei eine Kündigung. Wenn die Stadt den Bedarf für eine Neuausschreibung des Fundtiervertrages sehe, könne sich der Verein „Schützende Hand“ gerne bewerben.

Von Frank Pechhold

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