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Zossen Verwaltung lehnt Öko-Stadt weiterhin ab
Lokales Teltow-Fläming Zossen Verwaltung lehnt Öko-Stadt weiterhin ab
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18:57 28.10.2019
Teil des ehemals militärisch genutzten Geländes in Wünsdorf – hier plant Ekhart Hahn eine Öko-Stadt zu errichten. Quelle: ICEC Wünsdorf
Wünsdorf

Ekhart Hahn bleibt bei seiner Vision. Der Architekt, Raumplaner und Siedlungsökologe will in Wünsdorf die erste Öko-Stadt der Welt errichten – eine 90 Hektar große Gartenstadt. Wie die Berliner Zeitung am Wochenende schrieb, seien dafür die behördlichen Voraussetzungen erfüllt.

Noch ist aber längst nicht alles in Sack und Tüten, wie die MAZ auf Nachfrage bei der Stadt Zossen erfuhr. Die Verwaltung hält die Visionen des Vereins ICEC, dessen Vorsitzender Hahn ist, weiterhin für unrealistisch und nicht finanzierbar. Das bestätigte Fred Hasselmann, Pressesprecher der Stadt Zossen. „Die Grundstücke stehen nicht zur Verfügung, die Finanzierung ist nicht gewährleistet, behördliche Genehmigungen liegen nicht vor.“

„Es würde die Bevölkerungsstruktur kaputt machen“

Die noch amtierende Bürgermeisterin der Stadt Zossen, Michaela Schreiber (Plan B), unterstreicht indes ihre ablehnende Haltung und stellt sich vehement gegen das Vorhaben. Es sei kein Projekt, dass sie für die Stadt Zossen und den Ortsteil Wünsdorf für erstrebenswert erachte. „Es würde die komplette Bevölkerungsstruktur kaputt machen“, sagt sie. Die EWZ (Entwicklungsgesellschaft Wünsdorf/Zehrensdorf) befinde sich als Eigentümer der Flächen schon länger mit anderen Investoren in Verhandlungen.

„Im Moment boomt es in Wünsdorf, da können wir es uns nicht leisten, nachgefragte Flächen zu blockieren, damit sich jemand irgendwann ein Luftschloss bauen kann“, so Bürgermeisterin Schreiber in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der EWZ vor einem Jahr. Daran habe sich laut Hasselmann auch nichts geändert. Die ICEC war auf MAZ-Anfrage kurzfristig zu keiner Stellungnahme bereit.

Internationale Campus-, Öko- und Friedensstadt

Im Kern der Idee von Ekhart Hahn geht es darum, die ehemalige Militärstadt in Wünsdorf zu einer internationalen Campus-, Öko- und Friedensstadt zu entwickeln. Das Konzept hat vier zentrale Bausteine: eine Internationale Campusstadt; eine Europäische Akademie für Flüchtlinge mit Integration und Friedensarbeit; ein Gartenstadtquartier, eine kulturelle Mitte. In der Campusstadt sollen beispielsweise Deutsche und Flüchtlinge gemeinsam arbeiten, ausgebildet werden und wohnen.

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Von Marcus J. Pfeiffer

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