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Zossen Warum in TF so wenig Menschen arbeitslos sind wie noch nie
Lokales Teltow-Fläming Zossen Warum in TF so wenig Menschen arbeitslos sind wie noch nie
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01:15 03.05.2019
Seit mehreren Monaten kann die Luckenwalder Arbeitsagentur eine sinkende Arbeitslosenquote vorweisen. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

In Teltow-Fläming finden immer mehr Menschen einen Job. Obwohl die Nachricht auf den ersten Blick nicht neu erscheint – immerhin vermeldet die Arbeitsagentur seit Monaten sinkende Arbeitslosenzahlen – sind die Werte tatsächlich historisch.

„Erstmals seit Beginn unserer Statistik gibt es sowohl im Bereich der Luckenwalder Geschäftsstelle als auch in Zossen weniger als 2000 Arbeitslose“, erklärt Marko Naue, Chef der Luckenwalder Geschäftsstelle der Arbeitsagentur.

Auch die Quote der Unterbeschäftigung sinkt

Nach der Winterflaute wurde erneut der historische Tiefstwert von 4,2 Prozent bei der Arbeitslosenquote erreicht. Den hatte es erstmals im November 2018 gegeben.

Auch die Quote der Unterbeschäftigung, in der unter anderen Erkrankte und Menschen in Arbeitsförderungsmaßnahmen erfasst sind, ist mit 5,9 Prozent historisch niedrig.

Marko Naue ist Leiter der Geschäftsstelle Luckenwalde der Arbeitsagentur. Quelle: Elinor Wenke

Für den Erfolg auf dem Arbeitslosenmarkt in TF gibt es mehrere Gründe, erklärt Naue. Im April war der jährliche Aufschwung im Frühjahr zu spüren. „Den Schwerpunkt bilden ganz deutlich die saisonalen Tätigkeiten“, erklärt der Geschäftsstellenleiter, „dazu gehören alle Bereiche des Baus, die Landwirtschaft und der Gartenbau sowie Tätigkeiten im Lager- und Transportbereich.“

Gegenüber dem März ist die Arbeitslosenquote deshalb noch einmal um 0,3 Prozent gesunken. Das sind 228 Personen.

„Wer 15 Jahre zu Hause saß, bekommt heute wieder einen Job“

Der Vergleich zum Vorjahr ist noch deutlicher: Bei etwa gleichen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt gibt es heute 0,7 Prozent weniger Arbeitslose als noch im April 2018, konkret 551 Menschen. Profiteure sind beispielsweise Jugendliche und Schwerbehinderte aber vor allem Langzeitarbeitslose.

„Wer die letzten zehn oder sogar 15 Jahre zu Hause saß, bekommt heute wieder einen Job“, bestätigt auch die Chefin des Jobcenters Teltow-Fläming, Annett Sonnenburg.

Annett Sonnenberg und Marko Naue sind mit den niedrigen Arbeitslosenzahlen in Teltow-Fläming zufrieden. Quelle: Victoria Barnack

Dabei greifen die Mitarbeiter der Arbeitsagenturen den Menschen gezielt unter die Arme: „Wir machen sie beispielsweise mit Beratungen und Coachings fit für das erste Treffen mit einem Arbeitgeber nach vielen Jahren.“

Gefälle zwischen Nord und Süd bleibt

Ein anderer Erfolgsfaktor ist natürlich gegeben: die Nähe zu Berlin. „Neben dem besonders starken Norden verfügt auch der südliche Bereich des Landkreises über ein wirtschaftlich gesundes Verhältnis zwischen Arbeitslosen und gemeldeten Stellen“, erklärt Naue.

Dennoch bleibt auch zu den Zeiten der Hochkonjunktur das Gefälle auf dem Arbeitsmarkt in Teltow-Fläming sichtbar. Während die Zossener Geschäftsstelle inzwischen fast über genauso viele freie Stellen (1646) wie Arbeitssuchende (1924) verfügt, ist die Lücke im Luckenwalder Bereich größer. Hier gibt es mit 673 freien Arbeitsplätzen weitaus weniger Angebote für die 1970 Arbeitslosen.

Infrastruktur bietet gute Voraussetzungen

„Deshalb wird es auch in Zukunft Wanderungsbewegungen über die Grenzen der Geschäftsstellen hinweg geben“, sagt Marko Naue. Immerhin: Die Infrastruktur sei dafür bereit. „Die Bundesstraße 101 ist zu einer top Anbindung vom Süden in den Norden geworden und auch mit den Öffentlichen ist heute fast alles erreichbar.“

Von Victoria Barnack

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