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Zossen Vandalismus in der Bahnhofswartehalle
Lokales Teltow-Fläming Zossen Vandalismus in der Bahnhofswartehalle
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09:07 25.01.2019
Vandalismusschäden am Bahnhof Zossen. Heraus geschlagene Wartehäuschen-Scheiben und Graffiti zeugen davon. Quelle: fotos (2): frank Pechhold
Zossen

Randale, Alkohol, Graffiti. Der Vandalismus am Bahnhof Zossen nimmt zu. Darum ist die Wartehalle vorübergehend nur von 5 bis 17 Uhr geöffnet. Bürgermeisterin und Bistro-Pächter bedauern das.

„Es tut mir leid um alle Fahrgäste, die bei dieser Kälte draußen auf den Bus oder die Bahn warten müssen“, sagt Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). „Aber wir mussten einfach die Notbremse ziehen, um das Inventar des Pächters und die Wartehalle zu schützen“.

Drei Mal die Polizei gerufen

Anfang Dezember öffnete das von der Berliner AMC Apartments GmbH betriebene „Lok“-Bistro nach mehr als einjähriger Schließzeit wieder. „Bereits in den ersten fünf Wochen mussten wir drei Mal die Polizei rufen“, sagt AMC-Projektmanager Sascha Linow. Eigentlich sollte die Wartehalle bis 22 Uhr offen bleiben. Wegen vieler Vandalismusschäden wird sie nun zeitgleich mit dem Bistro um 17 Uhr geschlossen. „Ich kann nicht sehenden Auges zuschauen, wie das Eigentum der Stadt zerstört wird“, begründet Bürgermeisterin Schreiber die Entscheidung.

Vandalismusschäden gab es schon oft in und an dem von der Stadt für 2,9 Millionen Euro sanierten Gebäude. Beispielsweise wurde 2017 das Rolltor des damals leerstehenden Bistros eingetreten. Monate später konnten Jugendliche mithilfe der Videoüberwachung in der Wartehalle überführt werden, die eine Glasscheibe zerstört hatten. Weiter wurde das bis heute geschlossene Toilettenhäuschen am Bahnhof verwüstet. Graffiti zählen zu den häufigsten Sachbeschädigungen.

Wüste Party gefeiert

Auch nach der Eröffnung des „Lok“-Bistros ging das Treiben weiter. Gruppen von 20 bis 25 Jugendlichen feierten in der Wartehalle mit Musikanlagen und Schnaps wüste Partys, pöbelten sich gegenseitig an.

„Wir haben mehrfach versucht, das vernünftig zu regeln“, sagt Sascha Linow. Aber alle Bitten, die Musik auszuschalten, keinen Dreck zu machen oder Flaschen runter zu schmeißen seien zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus gegangen. Andere Fahrgäste blieben lieber draußen, weil sie sich drinnen nicht wohl fühlten. Eines Abends wurden alle Mülltonnen des Bistros umgeworfen. Zudem wurde die Scheibe eines Schaukastens eingeworfen. Als die Polizei das vorerst letzte Mal kam, rannte eine Hälfte der Party-Gruppe über die Gleise weg. Von der anderen Hälfte nahm die Polizei die Personalien auf.

Linow: „Zivilcourage zeigen“

„Wenige Bekloppte sind schuld an den verkürzten Wartehallen-Schließzeiten“, sagt Sascha Linow. Für solch blinden Vandalismus habe er kein Verständnis. Linow hat einen Wunsch an alle Bürger, die in der Halle auf den Zug oder Bus warten. „Sie sollten künftig auch ein bisschen Zivilcourage zeigen.“ Beispielsweise wenn jemand mit dem Fahrrad quer durch die Wartehalle fährt, Wände beschmiert oder auf die Sitze steigt. „Wer weg schaut darf sich hinter her nicht über die Konsequenzen beschweren“.

„Leider handelt es sich bei den Randalierern wieder einmal um Jugendliche“, so Verwaltungschefin Michaela Schreiber. Das belegten Video-Aufnahmen. „Die Stadt hat Strafanzeige bei der Polizei gestellt.“ Aktuell werden die Video-Bänder ausgewertet, um die Täter zu ermitteln.

Von Frank Pechhold

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