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Zossen Ausstellung von Uta Kilian Moes eröffnet
Lokales Teltow-Fläming Zossen Ausstellung von Uta Kilian Moes eröffnet
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07:34 12.08.2019
Besucher betrachten einige skulpturale Arbeiten von Uta Kilian Moes. Unter anderem ein Kleid, das mit Tagebuchseiten beklebt ist. Quelle: Marina Ujlaki
Wünsdorf

Ein knallroter Stöckelschuh mit Puppenkopf darin, gemalte Gedankenlandschaften und eindringliche Porträtfotos von Uta Kilian Moes sind seit Samstag in der Neuen Galerie in Wünsdorf zu sehen. Die Werke gehören zu einer Ausstellung in der Bücherstadt Wünsdorf-Waldstadt, die am Sonnabend mit einer Vernissage feierlich eröffnet wurde.

Uta Kilian Moes lebt in Niedergörsdorf. In der Galerie präsentiert die inzwischen europaweit agierende Künstlerin rund 60 Einzelstücke der Malerei, Fotografie und Objekte aus ihrer inzwischen umfangreichen Werksammlung.

„Vielschichtig, ausdrucksstark und facettenreich, wie sie als Frau ist, so sind ihre Arbeiten“, befand Journalist Detlef Mayer in seinen einführenden Worten. Mit ihren Exponaten aus verschiedenen Projekten stellt die Künstlerin das eindrucksvoll unter Beweis.

Uta Kilian Moes. Quelle: Marina Ujlaki

Als Malerin arbeitet Kilian Moes intuitiv, lässt sich bei ihren Gedankenlandschaften vor allem von Farben und Materialien inspirieren. Ihre gegenständlichen Objekte dagegen sind meist Fundstücke, die eine Geschichte erzählen und den Betrachter berühren. Manchmal lassen sie etwas von unbekannten Vorbesitzern erahnen, wie die „bespielten“ Puppen oder der rote Stöckelschuh. Manchmal offenbaren sie Schicksale von vertrauten Menschen, wie das Mädchenkleid der Mutter aus dem Jahr 1945, beklebt mit Original-Tagebuchseiten aus jener Zeit mit Krieg und Flucht.

Nachdenklich stimmen auch die Fotografien von Uta Kilian Moes. Sie zielen nicht auf das Äußere, sondern fokussieren immer auf das Gleiche: das Innere der Menschen, ihr Empfinden, ihre Emotionen, ihr Leben. „Wie geht dieses Leben, wie funktionieren wir, wie fühlt sich eine hochbetagte, aber immer noch sinnliche Frau mit über 80? Ich will dahinter schauen, das allgegenwärtige Smile interessiert mich nicht“, erzählt die Fotografin.

Ausstellung Vernissage, der Künstlerin Uta Kilian Moes. Quelle: Marina Ujlaki

Dabei gebe es oft sehr emotionale Momente. Der Anspruch der Künstlerin verlangt deshalb auch von ihren Fotomodellen Mut und Vertrauen. Dabei sind diese keine Profis, sie mussten sich selbst erst überwinden. Karl-Heinz Friese und Sohn Denny etwa gehörten zu den Protagonisten der Porträtreihe „Faces“. Sie waren auch zur Vernissage in der Wünsdorfer Galerie gekommen. „Ich kenne Uta seit unserer gemeinsamen Kinderzeit in Schlieben. Bei den Fotoaufnahmen kamen viele alte Erinnerungen hoch, das ging teilweise ganz schön an die Nieren“, gestand Karl-Heinz Friese.

Die Ausstellung von Uta Kilian Moes ist in der Neuen Galerie bis 6. Oktober zu sehen.

Von Marina Ujlaki

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