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Zossen Weinernte 2019 in Zesch klein, aber fein
Lokales Teltow-Fläming Zossen Weinernte 2019 in Zesch klein, aber fein
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20:08 25.09.2019
Weinlese 2019 auf dem Weinberg in Zesch - die diesjährige Ernte ist ungewöhnlich früh von den Rebstöcken genommen worden. Quelle: privat
Zesch am See

Deutlich früher als üblich sind die Weintrauben vom Weinberg in Zesch geerntet. Und noch etwas ist anders als sonst: „Erstmals waren die Rotweintrauben der Rebsorten Regent und Acolon zur selben Zeit reif wie die Weißburgunder-Trauben“, sagt Carsten Preuß, der Vorsitzende des Vereins Weinberg Zesch.

Schwierige Klimabedingungen

Am Sonntag hatten sich Vereinsmitglieder, Gäste und interessierte Helfer zur diesjährigen Weinlese in dem idyllischen Örtchen zwischen Baruth und Wünsdorf getroffen. „Die schwierigen Klimabedingungen dieses Jahres sind überstanden und die Trauben waren einfach reif für die Ernte“, erklärt Preuß. Üblich sei in den Vorjahren gewesen, dass der Rotwein Ende September reif wurde und der Weißwein etwa 14 Tage später, also Mitte Oktober erst folgte.

Qualität der Trauben ist sehr gut

Mengenmäßig war die Ernte 2019 übersichtlich. Spätfrost Anfang Mai und Hagel im August richteten Schäden im Weinberg an, zudem blieben die Beeren aufgrund der Trockenheit klein. Dennoch gewinnen die Hobby-Winzer der neuen Ernte Gutes ab. „Die Qualität der Trauben ist sehr gut“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Die sommerlichen Temperaturen haben auch dafür gesorgt, dass die Trauben frei von schädlichen Pilzen sind“.

Sehr aromatisch

Verarbeitet werden die Trauben vom Weinberg in Zesch am See in Jessen (Sachen-Anhalt). Preuß ist zuversichtlich, dass dort im Keller des Weinguts Hanke ein sehr guter Jahrgang reift: „Die Beeren sind sehr aromatisch und haben beim Rotwein ein Mostgewicht von 96 Grad Oechsle, beim Weißwein von 97 Grad Oechsle. Da dürfen wir also ganz optimistisch sein.“

Bisher 1.500 Rebstöcke angepflanzt

Der 2010 in Zesch gegründete Verein Weinberg Zesch hat zurzeit 14 aktive Mitglieder. Angepflanzt wurden bisher 1.500 Rebstöcke, jeweils 500 von jeder der drei Sorten. Im vergangenen Jahr, als die Hitze den ganzen Sommer über durchgehend war, mussten die Pflanzen oft gewässert werden, um die Trockenheit zu überstehen. Das war in diesem Jahr nicht ganz so akut. Zudem kommen die Weinstöcke langsam in ein Alter, in dem die Wurzeln bis in tiefere Schichten reichen und Wasser ziehen können. In diesem Jahr waren die Vereinsmitglieder wöchentlich am Weinberg, um nach dem Rechten zu schauen.

Gereifter Spaß

Auf die Frage, was neben dem Genuss des gereiften Weines Spaß macht an dieser Arbeit mit Rebstöcken, erklären Vereinsmitglieder: „Es ist ein kontemplativer Ort so mitten im Wald.“ Oder es kommt der Satz: „Man hat es ja praktisch mit Lebewesen zu tun.“ Zudem sei man an der frischen Luft und mit Gleichgesinnten zusammen. Außerdem sei es wie bei anderen Hobbys ja auch: „Es ist einfach befriedigend, etwas zu produzieren.“

Das alles scheint viele Menschen in der Region zu motivieren – auch in Baruth am Mühlenberg baut eine Gruppe begeisterter Hobby-Winzer und Weintrinker Wein an, dort ist das Institut zur Entwicklung des ländlichen Kulturraumes seit 2007 aktiv; und in Bestensee gibt es seit 2010 den Verein Weinbau Bestensee.

Weinverkostung

Wer Wein vom kleinen Anbaugebiet Zesch kosten möchte, der kann das am Sonnabend, dem 28. September. Ab 18.30 Uhr hat auch der Winzer-Verein einen Stand beim diesjährigen Herbstfeuer auf dem Dorfplatz.

Von Jutta Abromeit

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