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Zossen FDP-Frau Wiebke Schwarzweller sagt Rathaus-Chefin den Kampf an
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17:12 14.08.2019
Wiebke Schwarzweller, FDP-Bürgermeister-Kandidatin für Zossen Quelle: Jutta Abromeit
Zossen

Gerade 40, will FDP-Frau Wiebke Schwarzweller durchstarten: Die Zossenerin ist bei der Bürgermeisterwahl am 1.September einzige Gegenkandidatin und Herausforderin von Michaela Schreiber (Plan B), der seit zwei Wahlperioden agierenden Amtsinhaberin.

Von der im Mai neu gewählten Stadtverordneten, die ohne Fraktionsbindung und Ausschuss-Beteiligung bewusst Einzelkämpferin bleiben wollte, hängen verschiedene Fotos auf den Wahlplakaten im Stadtgebiet. Ihr erklärtes Ziel: Sie will die 2003 erstmals gewählte Rathaus-Chefin ablösen; ihr Slogan auf allen Kanälen: „Neu denken. Gemeinsam gestalten für Zossen.“ Fraktionslos zu sein ist für sie ein Anspruch: „Als Bürgermeister bin ich fraktionslos und Dienstleisterin aller Bürger. Ich will neutral und sachlich entscheiden.“

Wiebke Schwarzweller lebt seit elf Jahren in Zossen

Geboren im fränkischen Würzburg, hatte es die Zwölfjährige mit ihrer Familie zuerst nach Sachsen, dann nach Brandenburg verschlagen, seit mehr als elf Jahren lebt sie in Zossen. Nach einem Berufsabschluss als Landwirtin holte sie ihr Abitur nach und wurde Fachangestellte für Arbeitsförderung bei der Bundesagentur für Arbeit. Sie studierte und wurde Diplom-Wirtschaftsjuristin, anschließend legte sie ihren Master of Business Adminisitration ab. Zurzeit ist sie in Zossen selbstständig im Bereich Qualitätsmanagement und Proszessoptimierung und ist Geschäftsführerin einer Firma bei Hamburg.

Ihr politisches Interesse begann um die Jahrtausendwende, als sie im Büro eines CDU-Bundestagsabgeordneten studentische Hilfskraft war. Zur FDP zog es sie 2017. „Mir haben damals das Programm und die Antworten auf viele Probleme von Matti Karstedt gefallen, dem Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Brandenburg“, sagt sie.

Schwarzweller will Verwaltungsarbeit verbessern

Zu ihren Zielen gehört eine Veränderung der Arbeit in der Verwaltung: Ihre Kritik: „Dass kein direkter Mitarbeiterkontakt erlaubt ist und dadurch Antworten, Anträge , wichtige Vorgänge von Bürgern oft spät oder nie beantwortet werden. Mittlerweile sind schon Gerichtsverfahren anhängig, weil Vorgänge nicht bearbeitet werden.“ Das scheine nicht nur ihr so zu gehen, sondern auch anderen Bürgern. Auch Fragen wie Kita-Anträge oder Grundstücksangelegenheiten könne man trotz angegebener Sprechzeiten mit keinem Sachbearbeiter persönlich klären. „Offenbar sind Mitarbeiter in ihren Kompetenzen eingeschränkt und dürfen keine eigenständigen Entscheidungen treffen“, so Schwarzweller. Auf die Frage, wie sie das regeln würde, sagt sie: „Grundsätzlich sollten Sachbearbeiter für die Bürger erreichbar sein. Jeder Mitarbeiter hat seinen Kompetenzbereiche, über den er verfügen können muss. Normale bürokratische Vorfälle müssen nicht einzeln von der Bürgermeisterin abgenickt werden.“

Zossen soll nachhaltig werden

Zu ihren wirtschaftlichen Zielen für Zossen erklärt sie: „Wir dürfen als Stadt nicht den Anschluss an neue Technologien verpassen.“ Dazu gehört laut ihrem Wahlkampfprogramm der Breitband-Ausbau in allen Ortsteilen an öffentlichen Plätzen müsse es W-Lan für alle geben.

Beim Klimaschutz will Schwarzweller Zossen zu einer nachhaltigen Kommune machen. Damit künftig jedes Kind einen Kita-Platz nach seinen individuellen Bedürfnissen bekommen kann, dürfe die Personalplanung nicht zu kurz kommen: „Wir brauchen engagierte und motivierte Nachwuchskräfte. Ein freundlicher und respektvoller Umgang mit Kindern, Personal und Eltern wird mit mir als Bürgermeisterin selbstverständlicher Alltag sein.“ Zudem seien Die Sanitäranlagen an den meisten Schulen in katastrophalem Zustand, das wolle sie ändern. Sie werde dafür sorgen, dass nicht nur neugebaute, sondern auch ältere Schukgebäude moderne Sanitäranlagen bekämen.

Was wollen Sie von den Kandidatinnen wissen?

Am 1. September, parallel zur Landtagswahl, wählen die Zossener eine Bürgermeisterin.

Es gibt zwei Kandidatinnen. Gegen Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B), die seit 16 Jahren im Amt ist, tritt Wiebke Schwarzweller (FDP) an. Letztere wird auch von SPD und Grünen unterstützt.

Die MAZ hat die Kandidatinnen zum Wahl-Stammtisch eingeladen, bei dem sie sich Fragen von Bürgern stellen sollten. Wiebke Schwarzweller hat auf die Teilnahme verzichtet.

Sie, liebe Leser, können Ihre Fragen dennoch stellen. Wir werden eine Auswahl der Fragen beiden Kandidatinnen zukommen lassen und die Antworten veröffentlichen.

Schicken Sie ihre Fragen per E-Mail an

zossen@maz-online.de

Von Jutta Abromeit

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